Logistik-IT: Hansa-Flex datet Lagerverwaltungssystem up

Der Fluidhersteller wechselt zur „viadat“-Version 9 von Viastore.

Bein Hansa-Flex kommt nun die viadat-Version 9 zum Einsatz. (Foto: Viastore)
Bein Hansa-Flex kommt nun die viadat-Version 9 zum Einsatz. (Foto: Viastore)
Sandra Lehmann

Der auf Fluide spezialisierte Hersteller Hansa-Flex hat ein komplettes Udate seiner Software-Landschaft an seinen drei Logistikstandorten in Deutschland vorgenommen. Das berichtet der IT-Anbieter Viastore, ein Tochterunternehmen der Toyota Automated Logistics Company, in einer Pressemitteilung.

Demnach verwaltete Hansa-Flex seine Logistikzentren vor dem Update über zwei Systeme: Die manuellen Lager in Geisenfeld und am Standort „Zum Panrepel 44“ in Bremen wurden mit SAP WM verwaltet. Für das automatische Tablarlager mit 24.500 Stellplätzen am „Panrepel“ sowie für das automatische Behälterlager in Geisenfeld mit 36.000 Stellplätzen war das Lagerverwaltungssystem „viadat“ von Viastore im Einsatz – zunächst seit 1993 in der Version 4.0, seit 2006 dann in der Version 6.2. Vor rund zwei Jahren fiel die Entscheidung, künftig alle Lagerverwaltungsprozesse in den Hansa-Flex-Logistikzentren über die Version 9 von viadat abzuwickeln.

„Unsere Mitarbeiter kennen viadat – auch wenn es mit der neuen Version ein großer Sprung ist, haben sie immer noch einen gewissen Wiedererkennungswert“, so Christine Linz, Leiterin des Zentrallagers bei Hansa-Flex. „Daher war der Lernprozess für sie einfacher als bei dem deutlich komplexeren SAP.“

Aber auch bei der Funktionalität habe viadat 9 überzeugen können, wie Tobias Seidel, Supply Chain Manager bei Hansa-Flex, berichtet:

„Viadat ermöglicht im automatischen Palettenlager unserer Unternehmenszentrale eine Schlaucheinzellängen-Verwaltung.“ Bisher wurde das Schlauchlager von SAP verwaltet, erklärt Seidel. Das System „kannte“ allerdings nur die Gesamtsumme an Schlauchmaterial auf einer Palette. Es hat nicht erfasst, wie viele Meter an Schlauch auf den verschiedenen auf einer Palette eingelagerten Rollen vorhanden waren. „So wurde früher eine Palette ausgelagert und wenn nötig die erforderliche Schlauchlänge von einer Rolle abgeschnitten. Insgesamt war der Zeitaufwand für diesen Prozess sehr hoch.“

Viadat 9.1 dagegen speichere die exakt vorhandenen Meter für jede Rolle auf einer Palette. Wird nun zum Beispiel ein Schlauch mit 30 Metern Länge bestellt, weiß das System, ob die gewünschte Länge bereits vorhanden ist und lagert die passende Palette direkt aus. „Damit hat sich allein im Schlauchlager die Pick-Performance deutlich verbessert und die Anzahl an Restbeständen reduziert“, so Seidel.

In Geisenfeld steuert viadat nicht nur das automatische Kleinteilelager, sondern auch den Schnelldreherbereich inklusive Routenzug:

„Wir lagern die besonders stark nachgefragten Artikel im unteren Bereich der Regale“, erläutert Tobias Seidel. „Aus diesem Bereich entnimmt ein Mitarbeiter mit Hilfe des Routenzugs Verpackungseinheiten direkt aus dem Regal, was besonders schnelle Picks ermöglicht.“

Viadat steuere dabei vollautomatisch den Nachschub der Schnelldreher aus den oberen Regalbereichen. Zudem hat Viastore hier eine freie Lagerplatzwahl realisiert, wie Markus Ott, Projektmanager von Viastore, erläutert:

„Standard ist, dass viadat den Lagerplatz im Regal vorgibt. Bei Hansa-Flex konnten die Lagermitarbeiter aber effizienter arbeiten, wenn sie selbst die Möglichkeit haben, den passenden Lagerplatz zu wählen.“