Logistik-IT: Flughafen Frankfurt digitalisiert Zollabwicklung

Die Fraport AG entwickelt zu diesem Zweck die Datenaustauschplattform „FRA-OS“.

Eine Datenaustauschplattform soll künftig am Frankfurter Flughafen Import- und Zollprozesse verschlanken. (Foto: Fraport)
Eine Datenaustauschplattform soll künftig am Frankfurter Flughafen Import- und Zollprozesse verschlanken. (Foto: Fraport)
Therese Meitinger

Die Betreibergesellschaft Fraport AG entwickelt in Zusammenarbeit mit dem für die Fracht zuständigen Zollamt, dem Speditions- und Logistikverband Hessen-Rheinland-Pfalz (SLV), dem Verband der Air Cargo Abfertiger Deutschland (VACAD), dem IT-Anbieter Daksoy AG und weiteren Beteiligten eine digitale Datenaustauschplattform für das Frachtgeschäft am Flughafen Frankfurt. Das bessagt eine Pressemitteilung vom 27. Oktober. Die neue Plattform mit dem Namen „FRA-OS“ soll als digitaler Markplatz zahlreiche prozessoptimierende Anwendungen zur Verfügung stellen.

Nach einem Jahr Vorarbeit in Projektgruppen unter der Leitung von Fraport, SLV und VACAD sowie ersten Investitionen selbiger, wird laut der Mitteilung nun der erste Baustein implementiert: Gemeinsam mit dem Hamburger Unternehmen Dakosy investiert Fraport demnach in die Entwicklung der digitalen Importplattform „FRA-OS Import“. Zoll- und Importprozesse sollen dadurch standardisiert, vereinfacht und beschleunigt werden. „FRA-OS Import“ automatisiert Fraport zufolge den Datenaustausch zwischen den an den Zollprozessen beteiligten Unternehmen.

Komplexe Zollverfahren verkürzen

Komplexe, zeitnah anzuwendende Zollverfahren für die Gestellung von Importen sollen damit erleichtert werden. Das unterstütze etwa die Risikobewertung von einzuführenden Waren, argumentiert der Flughafenbetreiber. Zudem würden einzelne Schritte des Importprozesses am Flughafen sendungsbezogen nachvollziehbar. Zollanträge könnten so präziser und früher als heute gestellt werden. Dies beschleunigt nach Anbieterangaben den gesamten Importprozess.

„Wir erwarten von der neuen Importplattform noch flüssigere und zuverlässigere Prozesse“, so Max Philipp Conrady, Leiter Zentrale Frachtinfrastruktur und Luftfrachtentwicklung bei der Fraport AG. „Unser Ziel ist es, die Arbeit unserer Standortpartner zu erleichtern. Insbesondere bei der Zollgestellung erwarten wir große Vorteile durch die Importplattform.“

Künftig soll es der Zoll zudem ermöglichen, Gestellungen in Zollverwahrlagern auf dem gesamten Zollgebiet Frankfurt Flughafen durchzuführen. Handlings- und Gestellungsprozesse würden verkürzt und optimiert, gibt Fraport an. In Zeiten von wachsendem E-Commerce spielten konsolidierte Sendungen eine besonders große Rolle. Maßgeblich für den Erfolg sei hierbei auch die Zurverfügungstellung detaillierter Daten durch Versender und Airlines.

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