Logistik-IT: F-Trace, GLOBALG.A.P., GS1 und IFS vereinbaren ESG-Kooperation

Die Kooperation soll es ermöglichen, Transparenzdaten im Rahmen eines standardisierten und dezentralen Ansatzes über Community-Platfform „ftrace transparency“ nahezu in Echtzeit zu nutzen.

Die Standisierungsorganisationen wollen künftig gemeinsam etwa eine Community-Plattform betreiben. (Symbolbild: Yurolaitsalbert / AdobeStock)
Die Standisierungsorganisationen wollen künftig gemeinsam etwa eine Community-Plattform betreiben. (Symbolbild: Yurolaitsalbert / AdobeStock)
Therese Meitinger

Die Standardisierungsorganisation GS1 Germany hat am 29. März gemeinsam mit der Tochtergesellschaft F-Trace angekündigt, zukünftig mit den Zertifizierungsorganisationen International Featured Standard (IFS) und GLOBALG.A.P. eng zusammenzuarbeiten. Dabei sollen laut einer Pressemitteilung regulatorische sowie individuelle Herausforderungen aus den zunehmenden Anforderungen im ESG-Umfeld adressiert und entsprechende Lösungen angeboten werden. Ziel der strategischen Kooperation sei, die gewünschte Transparenz innerhalb der gesamten Supply Chain sicherzustellen und damit die legislativen Anforderungen im Bereich Environmental Social Governance (ESG) effizient zu erfüllen, heißt es vonseiten der Kooperationspartner.

Thomas Fell, Lead GS1 Germany, sagt:

„Für die Vielzahl an Herausforderungen hinsichtlich der Lieferkettentransparenz sind kollaborative Ansätze und global gültige Standards der Schlüssel. Durch die Kooperation kommen wir unserem Ziel, ein Höchstmaß an Datenqualität und Datenintegrität für unsere Community zu erreichen, einen großen Schritt näher.“

Die Kooperationspartner wollen unter anderem etablierte Standards der Konsumgüterbranche und von GS1 in der Community-Plattform „ftrace transparency“ vereinen. Dadurch seien sie in der Lage, durchgängig valide Daten für sämtliche Teilnehmer der komplexen Liefernetzwerke bereitzustellen, geben sie an. GLOBALG.A.P. und IFS haben nach Firmenangaben bereits über 250.000 Unternehmen weltweit in diesem Kontext zertifiziert. Im Rahmen der Kooperation sollen sich von nun an – mittels international anerkannter Standards – die zertifizierten Marktteilnehmer untereinander verknüpfen lassen.

Die Kooperation will es ermöglichen, Transparenzdaten im Rahmen eines standardisierten und dezentralen Ansatzes nahezu in Echtzeit zu nutzen. Damit sollen alle Teilnehmenden der Supply Chain sowie den Marktanforderungen adressiert werden – unabhängig von Branchenzugehörigkeit, Unternehmensgröße und IT-Reifegrad.