Logistik-IT: Entscheidungshilfe bei großem Bestand

Das Steuerungstool „Tactics“ soll in „Slim4“ Unternehmen mit großem Bestand dabei unterstützen, Regeln schnell und automatisiert auf Artikel zu übertragen.

Das Servicelevel-getriebene Bestandsmanagementsystem „Slim4“ soll mit „Tactics“ das Erstellen von Regeln für strategische Beschaffungsentscheidungen möglich machen. (Foto: Slimstock)
Das Servicelevel-getriebene Bestandsmanagementsystem „Slim4“ soll mit „Tactics“ das Erstellen von Regeln für strategische Beschaffungsentscheidungen möglich machen. (Foto: Slimstock)
Therese Meitinger

Der IT-Anbieter Slimstock hat das Steuerungstool „Tactics“ seiner Bestandmanagementlösung „Slim4” erweitert, so eine Mitteilung vom April. Dies ermögliche zuverlässigere Prognosen und vereinfache die Steuerung bei der Bedarfsplanung, so das Unternehmen. Das auf mathematischen Regeln basierende „Tactics“ soll Unternehmen mit großem Bestand im Entscheidungsprozess unterstützen, sowie dabei, Regeln schnell und automatisiert auf Artikel zu übertragen. Das Tool böte die Möglichkeit, direkt Einfluss auf die Supply Chain zu nehmen und das Bestandsmanagement, basierend auf aktuellen Prognosen und Veränderungen, schnell und effektiv anzupassen, wirbt der Anbieter.

Das Servicelevel-getriebene Bestandsmanagementsystem „Slim4“ soll mit „Tactics“ das Erstellen von Regeln für strategische Beschaffungsentscheidungen möglich machen. Gleichzeitig werden nach Firmenangaben die Auswirkungen von Veränderungen im Service oder der Lieferfähigkeit visualisiert, um Optionen abzuwägen und Entscheidungen anzupassen. Dabei stünden vielfältige Regeln passend zum Bedarf zur Verfügung, gibt das Unternehmen an. Darunter seien Kriterien, ab wann ein Artikel lagergeführt oder auftragsbezogen geordert wird, oder dazu nach welchen Kriterien ein Produkt als A-Artikel geführt und entsprechenden weiteren Regeln unterliegt und viele mehr. So lassen sich Slimstock zufolge über den Sortimentsindex Kriterien festlegen, welche die Planung von Vorratsstrategien automatisieren.

 Der aktuelle Zustand sei jederzeit einsehbar und werde mit vorgenommenen Änderungen abgeglichen, bevor das System diese durchführe, so der Anbieter. Insgesamt können demnach maximal 20 Kriterien der Vorratsstrategie erstellt werden, für die sich jeweils unterschiedliche Gewichtungen festlegen lassen. Auf Grundlage der Kriterien errechnet „Slim4” eine Punktzahl, die als Leitfaden dient, ob es unter den gegebenen Bedingungen sinnvoll ist, einen Artikel lagergeführt oder auftragsbezogen zu planen.

Mögliche Kriterien sind die Anzahl der Kund*innen, die im Jahr eine bestimmte Menge des Artikels kaufen, oder seine Lieferzeit – beispielsweise ist es sinnvoll, Artikel mit hoher Nachfrage und langer Lieferzeit im Lager zu führen. Mit der integrierten Servicelevel-Matrix hingegen lassen sich differenzierte Servicelevels für Artikel, die verschiedenen Artikelgruppen zugeordnet sind, einfach und schnell per Dropdown-Menü bestimmen oder über Regeln automatisiert anpassen.

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