Logistik-IT: Echtzeit sorgt für Transparenz

Die Titelgeschichte im LOGISTIK HEUTE-Sonderheft „Software in der Logistik 2022“ nimmt die Rolle von voraussichtlichen Ankunftszeiten in den Fokus.

Dass in Logistik und SCM vieles noch analog erfolgt, behindert mitunter den Durchblick. (Foto: Alex / AdobeStock)
Dass in Logistik und SCM vieles noch analog erfolgt, behindert mitunter den Durchblick. (Foto: Alex / AdobeStock)
Therese Meitinger

Angesichts von verspäteten Lieferungen und Materialengpässen hat sich in Logistik und SCM der Stellenwert von Transparenz in den Lieferketten erhöht. Zugleich erfolgen hier viele Prozesse nach wie vor analog und papierbasiert. Thomas Spieker, Director Central Europe des Plattform-Anbieters Shippeo, erkennt darin einen Widerspruch: Er sieht die wichtigsten Schritte zu mehr Transparenz in der Automatisierung händischer Prozesse und in präzise vorhergesagten Ankunftszeiten (Estimated Time of Arrival – ETA), also klassischen Aufgaben der Digitalisierung.

„Das Wissen, wo sich eine Lieferung zu welchem Zeitpunkt befindet – sei es auf dem Wasser oder im Lkw – ist von zentraler Bedeutung, ebenso wie die verlässliche Prognose, wann die Lieferung ankommt“, schreibt Spieker in einem Expertenbeitrag im LOGISTIK HEUTE-Sonderheft „Software in der Logistik 2022“.

Prognosegenauigkeit ist eine Frage der Daten

Schließlich hänge davon ab, ob nachgelagerte Lieferzusagen eingehalten werden könnten, so Spieker weiter. Um exakte ETAs zu berechnen, seien jedoch Daten – etwa GPS-Datenpunkte, Daten aus Transportmanagement- und gegebenenfalls Yard-Management-Systemen, ERP-Daten, historische und aktuelle Verkehrs- und Wetterdaten sowie Informationen aus Häfen oder Ankunftszeiten an Flughäfen und Güterbahnhöfen.

„Das Arbeiten mit diesen Daten ist ein klassischer Anwendungsfall von Machine Learning. Algorithmen berechnen auf Basis dieser Daten die ETAs von Lieferungen“, so Spieker weiter.

Was es braucht, um Prognosen immer genauer zu machen und letztlich zur Echtzeit-Ausleuchtung von Lieferketten zu gelangen, ist Thema des Titelbeitrags im LOGISTIK HEUTE-Sonderheft „Software in der Logistik 2022“. Im Fokus der Publikation, die in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML erscheint, stehen in diesem Jahr unter anderem „Echtzeit-IT“ und „Machine Learning“. Das Sonderheft ist seit dem 18. Februar erhältlich.

Was der Durchblick in Echtzeit bringt

Zu wissen, wo sich eine Lieferung zu welchem Zeitpunkt befindet, ist essenziell für das Supply Chain Management. Ebenso kommt es auf eine verlässliche Prognose an, wann die Sendung am Ziel eintrifft. Denn davon hängt zum Beispiel auch ab, ob nachgelagerte Lieferzusagen in der Kette eingehalten werden können.

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