Logistik-IT: Die Inventur trotz Corona-Einschränkungen meistern

Um entsprechenden Verpflichtungen trotz Covid-19 zu entsprechen und die Mitarbeiter vor Infektionsgefahren zu schützen, bietet sich eine Stichprobeninventur an.

Auch 2021 steht die Inventur wieder unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Es gilt, Hygieneanforderungen einzuhalten und dennoch Wege zu finden, um den Zeit- und Personalaufwand für die Inventur deutlich zu reduzieren. (Fotolia: Kadmy)
Auch 2021 steht die Inventur wieder unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Es gilt, Hygieneanforderungen einzuhalten und dennoch Wege zu finden, um den Zeit- und Personalaufwand für die Inventur deutlich zu reduzieren. (Fotolia: Kadmy)
Therese Meitinger

Pünktlich zum Jahresende steht in vielen Unternehmen die Inventur an. Wie die aktuellen Entwicklungen zeigen, wird diese auch 2021 wieder maßgeblich von der Corona-Pandemie beeinträchtigt. Es gilt, Hygieneanforderungen einzuhalten, um Infektionen innerhalb der Belegschaft zu vermeiden und gleichzeitig Mittel und Möglichkeiten zu finden, um den Zeit- und Personalaufwand für die Inventur deutlich zu reduzieren.

Bereits ohne die Auswirkungen der Corona-Pandemie ist die Inventur für viele Unternehmen eine Mammutaufgabe. Insbesondere die weit verbreitete Vollinventur zum Bilanzstichtag ist alles andere als wertschöpfend: Häufig müssen Lager oder Filialen vorübergehend geschlossen werden. Hinzu kommt der große Personalaufwand, der notwendig ist, um die Vollinventur und damit die komplette Zählung des Bestandes überhaupt durchführen zu können. Insbesondere in der aktuellen vierten Corona-Welle wird das wieder zum Problem: Denn das Abstandhalten, die 2G-Regelungen und weitere Hygienemaßnahmen erschweren die Organisation der Inventur.

Viele Unternehmen setzen daher auf die permanente Inventur. Sie zählen unterjährig ihre Bestände und verteilen die Zählarbeit so auf den gesamten Geschäftsjahreszeitraum. Doch auch dieses Vereinfachungsverfahren stößt in der aktuellen Pandemie an seine Grenzen. Denn die vielerorts ohnehin knappen Personalressourcen werden auch hier nicht produktiv eingesetzt, sondern immer wieder für die Zählung benötigt. Hier kommt bei einzelnen Unternehmen eine komplette Stelle zusammen, die nur für die Inventur eingebracht wird. Werden nicht alle Lagerbestände innerhalb eines Jahres gezählt, dann steht sogar ein ähnlicher Kraftakt wie bei der Vollinventur zum Bilanzstichtag bevor. Unternehmen müssen ihre Waren innerhalb eines kürzeren Zeitraums als ursprünglich geplant zählen. Sie benötigen daher zusätzliches Personal, im schlimmsten Fall droht eine vorübergehende Lagerschließung.

Den Zählaufwand erheblich senken

Um die Inventur trotz Covid-19 zu meistern und die Mitarbeiter vor Infektionsgefahren zu schützen, biete sich eine Stichprobeninventur an, so der Dortmunder IT-Anbieter Remira. Mit diesem gesetzlich zulässigen Inventurvereinfachungsverfahren wird dem Unternehmen zufolge die Korrektheit der Bestandsführung geprüft. Infolgedessen kann nachgewiesen werden, dass die systemseitig geführten Bestände mit den tatsächlich im Lager vorhandenen Artikeln übereinstimmen. Liegen die Ergebnisse innerhalb der zulässigen Toleranzen, können die Vollinventur oder die permanente Inventur gänzlich entfallen. Der größte Vorteil der Stichprobeninventur sei, dass damit der Zählaufwand durchschnittlich um 95 Prozent reduziert werde, gibt Remira an. Die unmittelbare Konsequenz daraus sei, dass auch der Zeit- und der Personalaufwand sinke. Es werden weniger Mitarbeiter zur Zählung benötigt – und das hat ganz nebenbei auch noch einen unmittelbar positiven Einfluss auf das Infektionsrisiko während der Inventur.

Darüber hinaus reicht es Remira zufolge meist aus, die Stichprobeninventur mit lagerkundigen Mitarbeitern durchzuführen. Dies hat laut dem Unternehmen einen signifikant positiven Effekt auf die Zählqualität, denn die Erfassung vieler Artikelpositionen mit einer großen Anzahl von Personen führt zwangsläufig zu Fehlern – vor allem dann, wenn dabei auch noch Mitarbeiter eingesetzt werden müssen, die nicht mit der Lagersituation vertraut sind. Mit der Stichprobeninventur digitalisieren Unternehmen ihren Inventurprozess. Somit müssten nicht mehr alle Lagerpositionen angefasst werden, heißt es. Die Gefahr, Zählfehler in das bestandsführende System einzupflegen, werde minimiert. Das Verfahren ist bereits seit vielen Jahren in einer Vielzahl an Ländern, inklusive Deutschland, Österreich und der Schweiz, akzeptiert und gesetzlich zugelassen.

Mit dem Ziel angesichts der aktuellen Pandemieentwicklung möglichst vielen Unternehmen, eine kurzfristige Möglichkeit zu bieten, die Stichprobeninventur einzusetzen, hat Remira kurzfristig seine Stichprobeninventur-Dienstleistung angepasst.

„Die Durchführung der Inventur verursacht jedes Jahr einen enormen Aufwand und bedeutet für alle Beteiligten Stress pur“, erklärt Christian Günther, Team Lead Stichprobeninventur bei Remira. „Mit unserer Inventur-Dienstleistung bieten wir Unternehmen, die ihre bevorstehende Inventur rechtzeitig und ohne Infektionsrisiko für die Mitarbeiter erledigen möchten, eine attraktive Alternative an – ganz ohne Softwareinstallation oder Vertragsbindung.“

Unternehmen, die eine Stichprobeninventur durchführen wollen, können Remira im Rahmen der Dienstleitung anhand vorher definierter Kriterien ihre Bestandsdaten zur Verfügung stellen. Mithilfe der Software „Remira Statcontrol“ ermittelt der Anbieter nach Unternehmensangaben anschließend testweise die Stichprobe und bereitet zusammen mit dem Kunden den Termin für die produktive Inventur vor. An diesem Tag werden schließlich nur die Übergabe der Daten und die Zählung der ausgewählten Stichprobe durchgeführt, beschreibt Remira. Dabei stünden die Inventurspezialisten des IT-Unternehmens, die zum Abschluss auch das zertifizierte Gesamtergebnis bereitstellen, beratend zur Seite.

Printer Friendly, PDF & Email