Logistik-IT: Craiss gründet digitale Marke Slynx aus

Mithilfe von Slynx sollen Verlader zeitkritische Lieferungen ganz einfach per Browser in Auftrag geben können.

Die beiden Geschäftsführer Matthias Diehm (l.) und Michael Craiss sowie Slynx-Projektleiterin Valerie Boden haben viel Leidenschaft und Herzblut in das Corporate-Start-up gesteckt und freuen sich auf dessen Launch im Januar 2023. (Foto: Craiss)
Die beiden Geschäftsführer Matthias Diehm (l.) und Michael Craiss sowie Slynx-Projektleiterin Valerie Boden haben viel Leidenschaft und Herzblut in das Corporate-Start-up gesteckt und freuen sich auf dessen Launch im Januar 2023. (Foto: Craiss)
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Claus Bünnagel)

Slynx Spedition.Digital heißt die neue Marke der Craiss Generation Logistik GmbH. Mit der Ausgründung möchte der Logistikdienstleister laut einer Pressemitteilung vom 15. Oktober die Digitalisierung für Sonderfahrten und Expresslogistik vorantreiben. Slynx forciert Eigenangaben zufolge zunächst die Entwicklung einer gleichnamigen Onlineplattform, die Versender, Empfänger und Transporteure miteinander vernetzt. Über die Software lassen sich demnach zudem nahezu sämtliche Prozesse bei zeitkritischen Transporten wie beispielsweise die Auftragsvergabe und -abwicklung digital abwickeln und damit beschleunigen. Der Zugriff auf die Plattform kann per Browser oder App erfolgen. Der offizielle Launch des neuen digitalen Service ist Craiss zufolge auf den Januar 2023 terminiert.

Der Markt für Transporte ist stark fragmentiert. Viele Anbieter und die fehlende Digitalisierung resultieren in einer hohen Preis- und Qualitätsintransparenz für den Kunden, sagt Michael Craiss, Geschäftsführer der Craiss Generation Logistik GmbH.

Darüber hinaus gäbe es auf dem Feld der zeitkritischen Sonderfahrten und der Expresslogistik nur eine geringe Umsatzbeteiligung für Transporteure, da Transporte zumeist über verschiedene Unterpartner vergeben würden. Craiss‘ Lösung: Beide Seiten des Marktes so effizient wie möglich miteinander zu vernetzen – und das per Onlineplattform. Damit sollen logistische Prozesse entlang der Wertschöpfungskette optimiert werden.

Abwicklung und Dokumentation vollständig online

Mithilfe von Slynx sollen Verlader zeitkritische Lieferungen per Browser in Auftrag geben können. Die Onlineplattform sorge für eine automatische und direkte Vernetzung mit den passenden Transportpartnern, heißt es vonseiten des Anbieters. Sowohl Abwicklung als auch Dokumentation erfolgten dabei vollständig online. Auf diese Weise schaffe der digitale End-to-End-Service nicht nur Transparenz während der Lieferung, sondern auch für den ausführenden Transportpartner.

Nutzung der Software ist kostenfrei und losgelöst von einem Mindestumsatz.

Das ist in der Branche außergewöhnlich. Hier heben wir uns stark vom Wettbewerb ab“, so Slynx-Projektleiterin Valerie Boden.

Die Geschäftsidee zu Slynx konkretisierte sich, nachdem Craiss die hauseigene Onlineplattform „Sonderfahrten 4.0.“ entwickelt hatte. Hierfür wurde das Unternehmen 2017 von der Deutschen Industrie- und Handelskammer mit dem Digitalpreis ausgezeichnet. Als Eigengewächs der Unternehmensgruppe verfüge Slynx über einen Mix aus digitaler DNA, logistischem Fachwissen und einem leistungsstarken und flexiblen Transporteurnetzwerk.

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