Logistik-IT: BVL-Matchmaker soll bei der Softwaresuche helfen

Im Datenbanksystem, das in den Technologieradar integriert ist, sind mehr als 110 Softwareprodukte für die Logistik hinterlegt.

Welche Software eignet sich für welche Anwendung? (Foto: Barameefotolia/AdobeStock)
Welche Software eignet sich für welche Anwendung? (Foto: Barameefotolia/AdobeStock)
Therese Meitinger

Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) und das Aachener IT-Unternehmen Trovarit haben das Datenbanksystem „BVL Matchmaker“ an den Start gebracht, so eine Pressemitteilung vom 15. Oktober. Als in den „Technologieradar“ integrierte Funktion soll das Tool Logistikanwender bei der Suche nach geeigneten Softwarelösungen unterstützen.

Die Coronakrise habe deutlich gezeigt, dass Unternehmen, die digitale Tools nutzen, resilienter seien und auch schneller reagieren könnten, argumentiert die BVL. Gleichwohl scheuen ihrer Ansicht nach viele Unternehmen den Aufwand für eine konsequente Digitalisierung, denn die benötigten Ressourcen müssen oftmals aus dem Tagesgeschäft abgezogen werden. Das neue Angebot, das die BVL gemeinsam mit der Trovarit AG und dem Supply Chain Competence Center Groß & Partner erarbeitet haben, adressiert dieses Dilemma:

„In Gesprächen mit Unternehmen stellen wir immer wieder fest, dass das Softwareauswahlverfahren sehr viele Kapazitäten bindet, aber selten systematisch erfolgt. Mit dem BVL-Matchmaker nehmen wir den Nutzer sprichwörtlich an die Hand und ermöglichen gleichzeitig eine Zeitersparnis im Softwareauswahlverfahren von bis zu 30 Prozent“, so Peter Treutlein, Vorstandsmitglied der Trovarit AG.

Für jede Logistik-Herausforderung eine Softwarelösung

Der BVL-Matchmaker ist der Mitteilung zufolge ein Datenbanksystem, in dem mehr als 110 Softwareprodukte für die Logistik hinterlegt sind, zum Beispiel Transport-Management-Systeme oder Warehouse-Management-Systeme. Die Nutzer können demnach im BVL-Matchmaker nach Software suchen, die ihren unternehmensspezifischen Anforderungen entspricht. Das Ergebnis-Ranking richte sich dabei streng nach dem Abgleich zwischen Nutzeranforderungen und der Funktionen der Software, heißt es. Der Kriterienkatalog mit aktuell mehr als 500 hinterlegten Merkmalen soll einen nachvollziehbaren und objektiven Vergleich von Softwareprodukten beziehungsweise -herstellern ermöglichen.

Die Recherche ist laut BVL für den Nutzer kostenfrei und kann sowohl als Kurzrecherche als auch als Detailrecherche vorgenommen werden. Die Detailrecherche setzt demnach zwar voraus, dass sich der Nutzer schon erste Gedanke zu seinem Softwarebedarf gemacht hat, gleichzeitig können die Ergebnisse der Detailrecherche, insbesondere die Definition der Anforderungen, gut in den weiteren Software-Auswahlprozess einbezogen werden. Eine telefonische Unterstützung bei der Detailrecherche sei durch fachkundige Berater möglich, heißt es.

„Mit der Trovarit AG konnten wir einen renommierten Kooperationspartner für unser neues Angebot gewinnen. Als Spin-off der RWTH Aachen verknüpft die Trovarit AG seit 20 Jahren in zahlreichen Kooperationen Wissenschaft und Wirtschaft“, so Dr. Christian Grotemeier, Geschäftsführer der BVL.digital GmbH.

Der BVL-Matchmaker ist über www.bvl-matchmaker.de erreichbar.

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