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Logistik-IT: Blockchain aus der Cloud

SAP startet Pilotprojekt zur Überwachung der Lieferketten von Lebensmitteln.
Im neuen Projekt sollen Unternehmen die Blockchain-Technologie über die Cloud nutzen können. (Symbolbild: Fotolia/sashkin)
Im neuen Projekt sollen Unternehmen die Blockchain-Technologie über die Cloud nutzen können. (Symbolbild: Fotolia/sashkin)
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László Dobos

Der Softwarekonzern SAP setzt mit 16 großen Lebensmittelherstellern ein Pilotprojekt mit einer cloudbasierten Blockchain auf. Das US-amerikanische Online-Fachmagazin „Computerworld“ berichtet, dass beispielsweise die Lebensmittelhersteller Maple Leaf Foods, Johnsonville, Naturipe Farms, Tate & Lyle and Natura daran teilnehmen. Mit der Lösung sollen Lebensmittel entlang der Lieferkette manipulationssicher überwacht werden können. SAP bietet die Lösung als eine „Blockchain as a Service“ (BaaS) an. Damit unterstütze sie offene Standards und könne mit anderen Anwendungen von SAP verbunden werden, schreibt Computerworld. SAP-Kunden, die die Cloud-Plattform des Unternehmens benutzen, sollen an der Blockchain teilnehmen können.

Entscheider sehen großes Potenzial für Blockchains in Lieferketten

SAP war in der jüngsten Vergangenheit beim Thema Blockchain auf mehreren Gebieten aktiv. So hat der IT-Konzern vor Kurzem ein Konsortium mit sieben Unternehmen wie Intel, Hewlett Packard Enterprise, UPS und Airbus gegründet. Das Konsortium soll eine globale Supply-Chain-Plattform errichten. Anfang des Jahres hat SAP eine Studie unter 200 Entscheidern, deren Unternehmen Blockchain-Lösungen von SAP benutzen, durchgeführt. Das Ergebnis: 63 Prozent der Teilnehmer sehen Lieferketten und das Internet of Things (IoT) als die vielversprechendsten Anwendungsbereiche von Blockchains.

IoT-Sensoren überwachen die Kühlkette

Eine Anwendung aus diesem Gebiet ist das „Advanced Track and Trace Pharmaceuticals“. Diese SAP-Lösung setzt bereits die Blockchain-Technologie ein, um die einzelnen Schritte in der Produktion und in der Lieferkette von Medikamenten zu überwachen. Außerdem arbeitet das IT-Unternehmen mit dem Start-Up Modum zusammen, das IoT-Sensoren herstellt. Die Sensoren könnten gemeinsam mit einer Blockchain eine genaue und fälschungssichere Überwachung der Transportwege von Medikamenten sicherstellen, schreibt Computerworld. Damit könnte beispielsweise klar ersichtlich werden, ob die Kühlkette für das Medikament eingehalten worden sei.

SAP-Konkurrent IBM ist auch sehr aktiv

Auf dem Technologiefeld Blockchain in Lieferketten war auch der IT-Konzern IBM in den vergangenen Monaten sehr aktiv. Er hat zum Beispiel an der Blockchain „Food Trust“ gearbeitet, die ähnlich zum nun pilotierten SAP-Projekt die Lieferketten von Lebensmitteln überwachen soll. Partner des IBM-Projekts sind beispielsweise Dole, Unilever und Walmart. Außerdem hat IBM Anfang des Jahres eine gemeinsame Blockchain mit der Reederei Maersk verkündet. Die Plattform soll den Transport von Gütern über Landesgrenzen und Handelszonen hinweg transparenter machen und ihn vereinfachen. Bis August 2018 haben sich laut den beiden großen Partnern 94 Unternehmen dieser Plattform angeschlossen.

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