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Logistik-IT: 5G-Industry Campus Europe in Aachen gestartet

Am Campus Melaten ist nach Eigenangaben das größte industrielle 5G-Forschungsnetz Europas entstanden.

5G gilt als Enabler für die Industrie 4.0. Mithilfe der schnellen 5G-Datenübertragung können etwa Produktions- und Sensordaten in einem Digitalen Zwilling gespeichert werden, der die vollständige Produktionshistorie enthält. (Foto: Ericsson)
5G gilt als Enabler für die Industrie 4.0. Mithilfe der schnellen 5G-Datenübertragung können etwa Produktions- und Sensordaten in einem Digitalen Zwilling gespeichert werden, der die vollständige Produktionshistorie enthält. (Foto: Ericsson)
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Therese Meitinger

Einsatzgebiete der neuen Mobilfunktechnologie 5G in der Produktion zu erforschen und praxisnah zu erproben hat sich der „5G-Industry Campus Europe“ auf die Fahnen geschrieben. Das Pilotprojekt hat bereits im Dezember 2019 den Betrieb aufgenommen. Für den Aufbau des regionalen 5G-Forschungsnetzes am Campus Melaten der RWTH Aachen erhält das vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT) koordinierte Konsortium nach eigenen Angaben eine Förderung von knapp 6,2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Mit seinen Projektpartnern, dem Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und dem FIR an der RWTH Aachen, will das Fraunhofer IPT in den kommenden drei Jahren Anwendungen und Lösungen für die digitalisierte und vernetzte Produktion entwickeln und erproben. Partner für den Aufbau und die Entwicklung der dafür erforderlichen 5G-Infrastruktur ist nach Angaben des Instituts der schwedische Mobilfunknetzausrüster Ericsson.

Auf dem 5G-Industry Campus Europe wollen die Projektpartner in sieben Teilprojekten unterschiedliche Anwendungsszenarien untersuchen – von 5G-Sensorik für die Überwachung und Steuerung hochkomplexer Fertigungsprozesse über mobile Robotik und Logistik bis hin zu standortübergreifenden Produktionsketten. Außerdem möchten die Aachener Wissenschaftler den Einsatz moderner Edge-Cloud-Systeme zur schnellen Verarbeitung von Daten testen, um die Potenziale von 5G in der vernetzten, adaptiven Produktion auszuschöpfen.

5G-Netz auf einem Quadratkilometer Campus

Das In- und Outdoor-Netz des 5G-Industry Campus Europe in Aachen umfasse eine Außenfläche von rund einem Quadratkilometer sowie knapp 7000 Quadratmeter in den Maschinenhallen der beteiligten Partner, die alle Felder der Produktionstechnik abbildeten, so die Projektgemeinschaft. Die Einrichtungen seien mit modernsten IT- und Produktionssystemen ausgestattet und böten damit eine geeignete Infrastruktur, um individuelle 5G-Anwendungen gemeinsam mit den Forschungspartnern zu testen und frühzeitig zu entwickeln. Um die direkte Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse in reale Industrieanwendungen zu gewährleisten, wird das Netz des 5G-Industry Campus Europe den Projektpartnern zufolge im industrierelevanten Frequenzbereich von 3,7 bis 3,8 GHz aufgebaut.

„Der 5G-Industry Campus Europe wird für produzierende Unternehmen wichtige Erkenntnisse zu technischen Möglichkeiten und Einsatzpotenzialen von 5G liefern“, so Niels König vom Fraunhofer IPT, der das Projekt am Aachener Campus auf wissenschaftlicher Seite federführend leitet.

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