Logistik-Innovationen: Ausprobieren und machen

LOGISTIK HEUTE beleuchtet, wie Innovationen in der Logistik gelingen und woran sie scheitern.

Wie können Innovationen in der Logistik gelingen? Das beleuchtet LOGISTIK HEUTE in der aktuellen Titelgeschichte. (Symbolbild: JD Photodesign/Fotolia)
Wie können Innovationen in der Logistik gelingen? Das beleuchtet LOGISTIK HEUTE in der aktuellen Titelgeschichte. (Symbolbild: JD Photodesign/Fotolia)
Sandra Lehmann

Robotik, fahrerlose Transportfahrzeuge, künstliche Intelligenz oder Bilddatenerkennung: Im Wirtschaftsbereich Logistik gibt es nicht nur viele unterschiedliche Innovationen, sie erfahren derzeit auch einen Schub, der ihren Reifegrad wachsen lässt. Das fanden die Logistikweisen in ihrem Frühjahrsgutachten 2019 heraus. Dennoch sei die Verbreitung innovativer Technologien in der Logistik noch nicht sehr weit fortgeschritten, wie das Gremium feststellte. Das liege mitunter daran, dass etliche Unternehmen nicht über das entsprechende Personal für die Implementierung neuer Anwendungen beziehungsweise nicht über die passende Unternehmenskultur verfügten, so die Logistikweisen. Zudem wären viele Marktteilnehmer erst noch auf der Suche nach einem Weg, um die Komplexität von Innovationsmanagement und die damit verbundenen Hürden zu meistern.

Schritte in diese Richtung unternommen hat bereits Lufthansa Technik Logistik Services. Die Tochtergesellschaft der Lufthansa Technik AG hat etwa im Bereich Warehousing Operations nach eigenen Angaben innovative Technologien in die operativen Abläufe integriert. So nutzt das Unternehmen beispielsweise autonome Transportsysteme, smarte Handschuhscanner und selbstlernende Prognoseverfahren, um die Mitarbeiter an seinen Standorten zu unterstützen.

„Beim derzeitigen Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt sind wir sehr stark auf digitale Unterstützung für unsere Mitarbeiter und die sinnvolle Automatisierung von Abläufen angewiesen“, erklärt Harald Kolbe, Head of Digital Innovation, Lufthansa Technik Logistik Services GmbH, gegenüber LOGISTIK HEUTE.

 

Eine Vorgehensweise, die sich für Kolbe und sein Team inzwischen ausgezahlt hat.

„Wir haben in München etwa einen Dokumentenscanner im Einsatz, der Daten aus täglich bis zu 10.000 Dokumenten erfasst. Um die Datenerfassung fortlaufend zu optimieren, trainieren wir den zugrunde liegenden Algorithmus und setzen auch auf Machine Learning. Mit dieser Lösung schonen wir nicht nur die Kraft unserer Mitarbeiter, sondern sind gleichzeitig schneller in unserem Wareneingangsprozess“, so der Innovationsexperte weiter.

Mit welchem Mitteln Lufthansa Technik Logistik Services und weitere Unternehmen es geschafft haben, Innovationen in ihre Logistikprozesse zu integrieren und welche Rolle beispielweise Start-ups dabei spielen, lesen Sie in der Titelgeschichte der LOGISTIK HEUTE-Ausgabe 7-8/2019, die am 17. Juli erschienen ist.

Scheitern oder bestehen?

Ist Ihr Logistikzentrum derzeit auch stärker befüllt als gewünscht?

Falls ja, dann liegen Sie damit voll im Trend. Denn wie der Kreditversicherer Euler Hermes in einer aktuellen Studie herausgefunden hat, schieben europäische Unternehmen – sowohl Mittelständler als auch große Firmen – ungewöhnlich hohe Lagerbestände vor sich her.

Nach Schätzungen eines Euler-Hermes-Experten befindet sich der Lagerbestand in Europa derzeit zwischen 20 und 30 Prozent über dem Normalmaß.

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