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Logistik Forum Nürnberg 2019: Symposium drehte sich um Innovationen in der Logistik

Laut Experten ist es besonders wichtig, Mitarbeiter in Change-Prozesse einzubinden.

Winfried Rockensteiner von Bosch erläutete in Nürnberg, wie man einen digitalen Changeprozess in der Logistik umsetzt. (Foto: Fuchs/CNA e.V.)
Winfried Rockensteiner von Bosch erläutete in Nürnberg, wie man einen digitalen Changeprozess in der Logistik umsetzt. (Foto: Fuchs/CNA e.V.)
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Sandra Lehmann

Das Logistik Forum Nürnberg 2019, das am 19. und 20. November in der fränkischen Metropole stattfand und von CNA e.V. veranstaltet wurde, stellte realistische und anwendbare Innovationen für den Wirtschaftszweig in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Dabei drehten sich die Keynotes, Panels und Diskussionsrunden unter anderem um die Implementierung von Logistik-Innovationen, den Umgang mit Plattformökonomie, die Zukunft des Kombinierten Verkehrs und die Digitalisierungsbestrebungen der Verpackungswirtschaft.

Technologie allein reicht nicht

Dass für die Verwirklichung einer digitalen Supply Chain nicht ausschließlich die passendenden Technologien relevant sind, erklärte Winfried Rockensteiner, Vice President Divisional Logistics bei Robert Bosch Powertrain Solutions, dem Publikum. Wichtiger als die Wahl technologischer Mittel, ist aus Sicht des Experten, ein prozessorientierter Ansatz, in dem Lean-Prinzipien und die Vereinfachung von operativen Abläufen eine zentrale Rolle spielen. Darin wird der Einsatz von Technologie als einer von vielen relevanten Enablern betrachtet, sagte Rockensteiner in Nürnberg.

Prozessoptimierung im Mittelpunkt

Um den Inboundbereich der Bosch Division digitaler zu gestalten, sei es etwa unablässig gewesen neue Standards zu etablieren und die mittels RFID-Technologie zu digitalisieren. So konnte die bislang durch viele kleine Bausteine getragene Prozesskette der Warenvereinnahmung zusätzlich verschlankt werden. Zum Set der sogennanten Key-Enabler gehört aus Sicht von Rockensteiner auch die Entwicklung eines Supply-Chain-Network-Designs, das unter anderem auf der Nutzung großer Datenmengen und der Einrichtung eines digitalen Zwillings zur Abbildung von Prozessen beruht.

Wie Rockensteiner in der anschließenden Podiumsdiskussion betonte, die von LOGISTIK HEUTE-Redakteurin Sandra Lehmann moderiert wurde, liege der Schlüssel zur Umsetzung einer prozessorientierten Supply Chain-Strategie vor allem in der Einbindung der Mitarbeiter in den Changeprozess sowie in dafür notwendigen Weiterbildungsmaßnahmen. So sei es nicht nur wichtig, die Belegschaft für die bevorstehenden Veränderungen zu begeistern und die einzelnen Schritte hin zu einer digitalen Lieferkette zu verdeutlichen, sondern Mitarbeitern auch Möglichkeiten zu bieten, eigene Ideen einzubringen. Neben Workshops, Trainings und Informationsveranstaltungen setzt Bosch nach eigenen Angaben deshalb auch auf eine „Open Door Platform“, die dem Austausch von Best Practices dienen soll. Hier kann die Belegschaft Rocksteiner zufolge Ideen einbringen, auf Probleme hinweisen und gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Mehr zum Logistik Forum Nürnberg, den Ergebnissen der Podiumsdiskussion sowie den Themen künstliche Intelligenz und Start-ups lesen Sie in der LOGISTIK HEUTE-Ausgabe 12/2019, die am 13. Dezember erscheint.

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