LogiMAT 2024: Movu zeigt dynamisches Ensemble der Lagerautomation

Durch die Kombination von Software mit intelligenten Greifern und maschinellem Lernen soll „Movu eligo“, das neueste Mitglied der Movu-Produktfamilie, zuverlässigen Durchsatz erlauben.

Stow stellt in Stuttgart sein Movu-Portfolio in den Fokus. (Bild_ Movu Robotics)
Stow stellt in Stuttgart sein Movu-Portfolio in den Fokus. (Bild_ Movu Robotics)
Therese Meitinger

Die Stow Group, ein belgischer Spezialist für Lagerautomatisierung, rückt auf der LogiMAT 2024 seine neue Marke Movu Robotics ins Rampenlicht. Am Stand präsentiert Movu laut einer Pressemitteilung eine dynamische Technologiepräsentation seiner Robotik-Subsysteme. Dieses Ensemble nahtlos integrierter Lösungen soll zeigen, wie Automatisierung und Robotik nicht nur zugänglich, sondern in allen Arten von Lagern möglich sind.

Zum ersten Mal überhaupt biete Movu auf der LogiMAT einen durchgängigen Materialfluss live und präsentiere, wie die automatisierten Subsysteme von Movu als integrierte End-to-End Lösung zusammenarbeiten können, heißt es in der Mitteilung. Der Ablauf beginnt Firmenangaben zufolge mit dem „Movu escala“, einer Shuttle-Lösung, die eine dichte automatisierte Lagerung und Bereitstellung von Behältern ermöglicht. Shuttles bewegen demnach Behälter in allen drei Dimensionen innerhalb vom escala, wobei jeder Punkt durch eine ausgeklügelte Schienenstrecke verbunden ist. Die Roboter bewegen sich laut Movu entlang der Schienen zweidimensional durch eine Ebene der Anlage und können sich über Rampen zwischen den Ebenen bewegen - ähnlich wie ein Auto, das zur nächsten Ebene eines Parkhauses fährt. Dadurch entfalle der Bedarf an wartungsintensiven Förderbändern, Aufzügen, Zugang zu Servicegängen und Sequenzern, so der Anbieter.

Materialfluss live am Stand

Die Behälter werden der Mitteilung zufolge automatisch aus dem Inneren des escala an einen Ware-zur-Person-Arbeitsplatz geliefert, wo der neue, nahtlos integrierte Movu eligo Kommissionierarmroboter automatisch Stück für Stück aus einem Behälter kommissioniert, um einzelne Artikel in gemischte SKU-Behälter auf einer Palette zu platzieren. Diese sind auf einem „Movu ifollow AMR“ (Autonomous Mobile Robot) positioniert.

Durch die Kombination von Software mit intelligenten Greifern und maschinellem Lernen soll „Movu eligo“, das neueste Mitglied der Movu-Produktfamilie, einen leistungsstarken und zuverlässigen Durchsatz erlauben. Die intelligenten Greifer gewährleisten nach Firmenangaben eine Genauigkeit von mehr als 99 Prozent und reduzieren die Anzahl der manuellen „Berührungen“, die für die Auftragsabwicklung oder den Nachschub erforderlich sind. Mit einer Leistung von 600 Picks pro Stunde kann eligo je nach konkreter Implementierung Waren bis zu zwei Kilogramm und mit Abmessungen von mindestens einem Zentimeter bis maximal dreißig Zentimetern kommissionieren. Die völlige Produktunabhängigkeit gibt dem Unternehmen die Flexibilität mit wechselnden Produktmischungen umzugehen.

Wenn die Palette fertig ist, transportiert der ifollow AMR sie in diesem Szenario autonom zum Paletten-Shuttle-Subsystem „Movu atlas“. Das schlanke Design von ifollow ermögliche es, dort Platz zu finden, wo andere mobile Roboter nicht hineinpassten, und sie könnten in Kühlhäusern bei Temperaturen bis zu -25 °C arbeiten und sich in einer Umgebung ohne Kondensation bewegen, so Movu. Der mobile Roboter ermöglicht Movu zufolge die Ausführung vielfältiger Aufgaben autonom und kann auch optional kollaborative Kommissioniervorgänge gemeinsam mit einem Kommissionierer unterstützen.

Halle 3, Stand 3B67