LogiMAT 2024: Jungheinrich zeigt neue Baureihen für Schubmaststapler und Elektro-Hochhubwagen

Der Intralogistikanbieter Jungheinrich hat auf der LogiMAT 2024 - Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement die neue Schubmaststaplerbaureihe ETV 2i für leichte bis mittelschwere Anwendungen sowie neue Elektro-Hochhubwagen der EJC-Baureihe 1i vorgestellt.

Jungheinrich hat auf der LogiMAT 2024 seine neue Schubmaststaplerbaureihe ETV 2i präsentiert. (Bild: Jungheinrich)
Jungheinrich hat auf der LogiMAT 2024 seine neue Schubmaststaplerbaureihe ETV 2i präsentiert. (Bild: Jungheinrich)
Gunnar Knüpffer

Jungheinrich hat auf der LogiMAT 2024, die vom 19. bis 21. März in Stuttgart stattfindet, seine neue Schubmaststaplerbaureihe ETV 2i vorgestellt. Der Lithium-Ionen-Stapler wurde speziell für leichte bis mittelschwere Anwendungen entwickelt. Hauptzielgruppe sind Kunden, deren Einsatzanforderung bei rund fünf Betriebsstunden pro Tag oder darunter liegt.

Die Modellvariationen ETV 214i und ETV 216i bieten Tragfähigkeiten von 1.400 Kilogramm beziehungsweise 1.600 Kilogramm bis zu einer maximalen Hubhöhe von 10.700 Millimetern. Die neue ETV-Baureihe 2i ist dabei nach Angaben von Jungheinrich bewusst auf Kosten- und Energieeffizienz ausgelegt.

Jungheinrich hat für seine neuste Schubmaststaplergeneration ein komplett neues Antriebssystem entwickelt mit jeweils neuem Fahrmotor, Getriebe und Antriebsrad sowie einer selbst entwickelten neuen Umrichtergeneration.

„Unsere neue ETV-Baureihe 2i wurde als kosteneffiziente Lösung für Kunden entwickelt, die hohen Wert auf Qualität, Robustheit und individuelle Anpassungsmöglichkeiten legen, gleichzeitig aber aufgrund geringer Einsatzdichte kein Hochleistungsgerät für den Zweischichtbetrieb und mehr brauchen“, sagte Jungheinrich-Vertriebsvorstand Christian Erlach. „Wir haben für die Entwicklung der ETV-Baureihe 2i eine umfangreiche Datenanalyse von rund 14.000 realen Kundeneinsätzen unserer Schubmaststapler zugrunde gelegt. Die Daten zeigen, dass heute in der Praxis bei vielen Anwendungsfällen leistungsmäßig überdimensionierte Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Dieser Erkenntnis tragen wir mit unseren neuen Schubmaststaplern der ETV-Baureihe 2i Rechnung“, so Erlach.

Sie seien besonders effizient, würden dabei beste Jungheinrich-Qualität mit einem Höchstmaß an Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit bieten.

Die ETV-Baureihe 2i verfügt serienmäßig über eine integrierte Lithium-Ionen-Batterie, die dank ihrer Schnell- und Zwischenladefähigkeit sowie ihrer Wartungsfreiheit eine besonders flexible Nutzung erlaubt und damit eine hohe Verfügbarkeit des Fahrzeugs gewährleistet. Jungheinrich bietet die Fahrzeuge der ETV-Baureihe 2i mit zwei Batterieoptionen an. Wahlweise sind Kapazitäten von 230 Ah oder 460 Ah erhältlich.

„Mit der 230 Ah-Lithium-Ionen-Batterie können wir die Fahrzeuge der ETV-Baureihe 2i unseren Kunden zum Preisniveau eines konventionellen Schubmaststaplers mit Blei-Säure-Batterie anbieten. Damit ist die Lithium-Ionen-Technologie beim Schubmaststapler im Massenmarkt angekommen“, sagt Erlach. 

Das sei nicht nur nachhaltig, sondern schlage sich auch positiv in den Betriebskosten nieder. Denn Jungheinrich-Stapler mit Lithium-Ionen-Batterien verbrauchen im Einsatz rund 20 Prozent weniger Energie als Blei-Säure-Fahrzeuge.

High-Performance-Schubmaststaplerbaureihe ETV für 2025 angekündigt

In der Standardversion haben die Schubmaststapler der ETV-Baureihe 2i ein L2-Maß von 1278 Millimeter und sind damit bei gleicher Resttragfähigkeit kürzer als konventionelle Schubmaststapler.Damit können die neuen Fahrzeuge auch in schmalen Arbeitsgängen mit einer Breite ab 2775 Millimeter sicher und effizient eingesetzt werden. Der ETV 214i mit 230 Amperestunden-Batterie ist darüber hinaus optional mit einem L2-Maß von 1178 noch einmal 100 Millimeter kürzer erhältlich. Das Fahrzeug ist damit laut Jungheinrich der kompakteste Schubmaststapler seiner Klasse und für den Einsatz in besonders engen Lagerumgebungen geeignet.

Mit Blick auf die Zukunft kündigte Jungheinrich für 2025 den Launch der neuen High-Performance-Schubmaststaplerbaureihe ETV 3i für intensivste Einsätze im Lager mit großen Hubhöhen und hohen Lasten im Dauereinsatz an. Die Schubmaststapler werden über höhere Tragfähigkeiten und Hubhöhen sowie höhere Fahr- und Hubgeschwindigkeiten verfügen als die Fahrzeuge der ETV-Baureihe 2i, um den Bedürfnissen anspruchsvollerer Anwendungen im Hochleistungseinsatz gerecht zu werden. Für diesen Zweck wird Jungheinrich das Batterieportfolio in dieser Baureihe um eine 690 Amperestunden-Lithium-Ionen-Batterie ergänzen. 

Zudem stellte Jungheinrich auf der LogiMAT seine neuen Elektro-Hochhubwagen der EJC-Baureihe 1i vor. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, Einzelhandelsgeschäfte oder Produktions- und Handwerksbetriebe mit begrenzten Lager- und Arbeitsflächen setzen auf dieses Fahrzeugsegment. Durch den Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien und ein völlig neues Fahrzeugdesign zeichnen sich diese Elektro-Hochhubwagen nach Unternehmensangaben durch ihre besondere Kompaktheit bei gleichzeitig erheblich gesteigerter Resttragfähigkeit und Performance aus.

Erstmals setzt das Unternehmen auch in dieser Fahrzeugklasse konsequent auf den Einsatz modernster Lithium-Ionen-Technologie. Neben den bekannten Vorteilen wie Schnell- und Zwischenladefähigkeit, Wartungsfreiheit und besonderer Nachhaltigkeit profitieren die Fahrzeuge der neuen EJC-Baureihe 1i vor allem von der hohen Energiedichte der Lithium-Ionen-Batterien. So ist es Jungheinrich gelungen statt eines großen Energiespeichers, wie noch bei Blei-Säure-Batterien notwendig, die gleiche Energiemenge in einem sehr viel kleineren Batteriemodul platzsparend im Fahrzeug unterzubringen. Die dadurch gewonnenen Spielräume bei der Konstruktion haben die Ingenieure ausgenutzt. Der EJC 112i beispielsweise hat in der XS-Variante mit 100 Amperestunden-Batterie ein L2-Maß von lediglich 604 Millimeter. Das sind 54 Millimeter weniger als das derzeit kompakteste Wettbewerbsfahrzeug im Markt. Selbst mit großer 200 Amperestunden-Batterie bleibt der neue EJC 112i mit einem L2-Maß von 654 Millimeter noch kompakter. Das Ergebnis ist ein kleinerer Wenderadius, der es laut Unternehmen auch ungeübten Anwendern ermöglicht, die Fahrzeuge der EJC 1i-Baureihe in engen Gängen und Lagerbereichen einfach, präzise und sicher zu manövrieren. Dazu trägt auch bei, dass Jungheinrich die Bauhöhe der neuen Elektro-Hochhubwagen erheblich reduziert hat und damit die Sicht auf Gabel, Last und Arbeitsumfeld verbessert wurde.

Unterschiedliche Varianten der EJC-Baureihe 1i verfügbar

Die Fahrzeuge der EJC-Baureihe 1i sind mit Lithium-Ionen-Batterien in den fünf unterschiedlichen Kapazitäten 50 Amperestunden,100 Amperestunden, 105 Amperestunden, 150 Amperestunden und 200 Amperestunden verfügbar. Alle Modelle sind mit integrierten Einbauladegeräten zum flexiblen Laden an jeder Steckdose ausgestattet. Dabei kann aus verschiedenen Leistungsklassen 15 Ampere, 35 Ampere oder 70 Ampere gewählt werden.

Jungheinrich bietet seine EJC-Baureihe 1i mit einer breiten Auswahl an unterschiedlichen Varianten an. Dazu gehört als Standardfahrzeug der EJC 110i/112i, der Lasten bis 1.200 Kilogramm transportieren kann und bis zu einer Hubhöhe von 4,70 Meter bestellbar ist. Außerdem bietet Jungheinrich die Modellvariante EJC 110zi/112zi mit Zusatzhub an, bei dem die Radarme zusätzlich zu den Gabeln angehoben werden können. Der Zusatzhub hat dabei eine Tragfähigkeit von bis zu 1.600 Kilogramm. Für einfache Stapelaufgaben bringt der Intralogistik-Anbieter darüber hinaus auch wieder eine Modellvariante mit Monomast auf den Markt, die bei einer Tonnage von bis zu 1.000 Kilogramm Hubhöhen bis 2,00 Meter erreicht. Eine Breitspurvariante eignet sich zudem für das Handling von Sonderladungsträgern, geschlossener Paletten sowie dem Quertransport von Europaletten. Speziell mit Fokus auf den Online-Vertrieb hat Jungheinrich den vorkonfigurierten und daher schnell verfügbaren EJC 010i für leichte und gelegentliche Einsätze konzipiert. Er kann Lasten bis zu 1.000 Kilogramm transportieren und erreicht Hubhöhen von bis zu 3,60 Meter.