Lkw: Nationales Flotten-Austauschprogramm geht an Start

Die Bundesregierung gewährt ab nun einen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro auf den Kauf fabrikneuer Lkw mit der aktuellen Abgasstufe Euro VI.

Mit dem Lkw-Austauschprogramm will Scheuer den CO2-Ausstoß senken und zugleich auch Arbeitsplätze retten. (Foto: Rawen Vision / Adobe Stock)
Mit dem Lkw-Austauschprogramm will Scheuer den CO2-Ausstoß senken und zugleich auch Arbeitsplätze retten. (Foto: Rawen Vision / Adobe Stock)
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Bereits im Dezember 2020 hatte das Bundesverkehrsministerium ein nationales Flottenaustauschprogramm für Lkw angekündigt. Nun wird es, wie die Regierungsbehörde am 11. Januar vermeldete, konkret. Die Bundesregierung gewährt demzufolge ab sofort einen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro auf den Kauf fabrikneuer Lkw mit der aktuellen Abgasstufe Euro VI. Voraussetzung ist, dass im Gegenzug ältere Trucks der Abgasstufen Euro III, IV oder V verschrottet werden. Überdies gewährt das Bundesverkehrsministerium einen Zuschuss von bis zu 5.000 Euro für die Anschaffung intelligenter Trailer-Technologie. Dazu zählen Technologien zur Reifendruckmessung oder zur digitalen Ansteuerung für Auflieger und Anhänger oder aerodynamische Anbauteile.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hierzu:

„Ab sofort fördern wir den Austausch alte gegen neue Lkw mit sauberen Antrieben. Unser Ziel: nachhaltig die CO2-Emissionen der Nutzfahrzeugflotte senken, Arbeitsplätze dauerhaft erhalten und der Wirtschaft einen spürbaren Impuls verleihen.“

Impulse für Wirtschaft und Klima erwartet

Weiter erklärt Scheuer, dass mit der neuen Förderrichtlinie auch die Verkehrssicherheit erhöht werden, da eine Förderung ausdrücklich an die Installation eines Abbiegeassistenzsystems geknüpft werde. Lkw würden, so der Minister, etwa ein Viertel der CO2-Emissionen im Straßenverkehr verursachen.

„Darum unterstützen wir zusätzlich seit langem das Verlagern von Gütern auf klimafreundliche Verkehrsträger wie Wasser oder Schiene.“

Die Förderung basiert auf den Beschlüssen der „konzertierten Aktion Mobilität – KAM“. Die Plattform aus Vertretern der Koalition, Ministerpräsidenten aus ausgewählten Bundesländern sowie wie Vertreter der Automobilwirtschaft, der Arbeitnehmer und der Nationalen Plattform zur Zukunft der Mobilität (NPM) widmet sich dem langfristigen Strukturwandel in der deutschen Automobilindustrie und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Unternehmen, Regionen und Beschäftigten.

Das Programm besteht aus zwei Komponenten: Neben der jetzt lancierten zur Förderung neuer und sauberer Lkw soll in einer zweiten Förderrichtlinie die Beschaffung kommunaler Einsatzfahrzeuge – vor allem bei Feuerwehren – unterstützt werden. Diese befindet sich derzeit noch in der Ressortabstimmung, ist aber laut dem Ministerium ebenfalls für das erste Quartal 2021 geplant.

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