Lieferkettengesetz: CSR-Software mit Beratungsexpertise

Die IT-Lösung „OSCA CSR“ von Setlog ist um einen standardisierten Fragebogen von Löning zur Selbstauskunft durch Lieferanten erweitert worden.

Auch große Unternehmen der Textilindustrie müssen bald nachweisen, dass sie soziale und ökologische Mindeststandards entlang der Lieferkette einhalten. (Symbolbild: Floraldeco / AdobeStock)
Auch große Unternehmen der Textilindustrie müssen bald nachweisen, dass sie soziale und ökologische Mindeststandards entlang der Lieferkette einhalten. (Symbolbild: Floraldeco / AdobeStock)
Therese Meitinger

Der Bochumer Software-Anbieter Setlog kooperiert laut einer Pressemitteilung vom 4. Mai ab sofort mit Löning – Human Rights & Responsible Business aus Berlin. Die 2014 gegründete internationale Unternehmensberatung hat sich auf die Fahnen geschrieben, Firmen praktische und strategische Hilfestellung rund um die Themen Achtung der Menschenrechte und Nachhaltigkeit anzubieten. Die IT-Lösung „OSCA CSR“ (Corporate Social Responsibility) von Setlog sei um einen standardisierten Fragebogen von Löning zur Selbstauskunft durch Lieferanten erweitert worden, heißt es. Nutzer der Software könnten zudem auf Beratungsleistungen von Löning in puncto Grundsatzerklärung, betriebliche Zuständigkeiten und Einführung eines Risikomanagementsystems zugreifen.

Firmengründer Markus Löning, der ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik, sei ein erfahrener Profi auf diesem Gebiet, betont Setlog-Vorstandsmitglied Ralf Düster.

„Die Kombination der etablierten Setlog-Lösung OSCA CSR zur Abbildung und Steuerung aller Supply Chain-Partner mit dem tiefen Fachwissen des Team Löning ermöglicht es auch Unternehmen mit wenig Kenntnissen im Bereich CSR, den Anforderungen kommender Lieferkettengesetze und einhergehender Verpflichtungen zu entsprechen“, betont Setlog-Vorstandsmitglied Ralf Düster.

Damit vereinfache sich der Start insbesondere für Mittelständler, die im Bereich CSR mit wenig Personal viel Administrationsaufwand bewältigen müssten, so Düster weiter.

Auch Mittelständler sind indirekt vom Lieferkettengesetz betroffen

Das deutsche Lieferkettengesetz gilt für Firmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern ab 2023, für Betriebe mit mehr als 1.000 Angestellten ab 2024. Auch die EU plant ein Gesetz, das bereits ab 500 Mitarbeitern greifen wird – in Risikobranchen (beispielsweise Textil oder Lebensmittel) schon ab 250 Angestellten.

„Auch wenn zunächst in größeren Unternehmen akuter Handlungsbedarf besteht, sollten kleinere Firmen die Thematik nicht aufschieben. Sie bekommen den Druck nicht nur vom Gesetzgeber, sondern von ihren großen Kunden, welche die Anforderungen in den Lieferverträgen schon gestellt haben oder noch stellen werden“, betont Experte Löning.

Den Zeitaufwand für ein Projekt sollten Firmen nicht unterschätzen. „Die Softwareeinführung an sich geht schnell. Doch den passenden Prozess aufzustellen, funktioniert nicht in einem Monat“, so Löning. Neben der Einführung von Lieferantenfragebögen gehören die Definition von Prozessen und Berichtsstrukturen zu den wichtigsten Aufgaben.

Zu den Funktionalitäten der Applikation von Setlog gehört nach Anbieterangaben das gleichzeitige Erstellen individueller Vorgaben für die Prüfung und Bewertung von Lieferanten, die Definition eigener Onboarding-Prozesse sowie Kommunikations-Tools für den Verhaltenscodex des Unternehmens und weitere Richtlinien entlang der Supply Chain kommunizieren. Zusätzlich können Auditierungen von Fabriken nach unterschiedlichsten Standards sowie daraus resultierende, definierte Korrekturmaßen eingefordert und kontrolliert werden.

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