Lieferketten-Probleme: EU, USA und 15 Länder kooperieren enger

Unter anderem sollen die Transparenz und der Informationsaustausch entlang der Lieferkette zwischen den beteiligten Ländern und der EU verbessert werden.

Schwachstellen beheben und Sicherheitsrisiken in Lieferketten besser bewältigen ist eines der vier Leitprinzipien der gemeinsamen Erklärung der EU sowie der unterzeichnenden Länder. (Grafik: Europäische Kommission)
Schwachstellen beheben und Sicherheitsrisiken in Lieferketten besser bewältigen ist eines der vier Leitprinzipien der gemeinsamen Erklärung der EU sowie der unterzeichnenden Länder. (Grafik: Europäische Kommission)
Therese Meitinger

Die Europäische Kommission hat angekündigt, sich in Sachen Lieferkettenproblemen künftig direkter mit den USA sowie mehreren anderen Ländern abstimmen zu wollen. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten die EU-Kommission im Namen der Europäischen Union, die USA sowie 15 weitere Länder am 22. Juli. Auch Deutschland hat laut einer Pressemitteilung die Erklärung unterzeichnet, ebenso Australien, Brasilien, Frankreich, Kanada, Indien, Italien, Japan, die Demokratische Republik Kongo, die Republik Korea, Mexiko, die Niederlande, Singapur, Spanien und das Vereinigte Königreich.

EU-Kommissar Thierry Breton begrüßte die globalen Bemühungen, um Störungen der Lieferketten gemeinsam anzugehen – insbesondere seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine:

„Wir müssen die Ursachen dieser Störungen angehen, indem wir übermäßige Schwachstellen in unseren Lieferketten beseitigen und ihre Widerstandsfähigkeit für die Zukunft stärken“, so Breton.

In der Erklärung wurden vier Prinzipien hervorgehoben, die die Arbeit an globalen Lieferkettenproblemen leiten sollen:

  • Transparenz und Informationsaustausch zwischen den Partnern verbessern, um Engpässe in der Lieferkette besser vorhersehen zu können,
  • Globale Kapazitäten für Materialien und Vorprodukte diversifizieren und ausbauen,
  • Schwachstellen beheben und Sicherheitsrisiken in Lieferketten besser bewältigen,
  • Faire und nachhaltige Praktiken entlang der Lieferketten fördern.

Die Erklärung sei das Ergebnis von Diskussionen, die während eines von den USA veranstalteten Forums über die Widerstandsfähigkeit globaler Lieferketten am 19. und 20. Juli geführt wurden, heißt es vonseiten der EU. Dieses Forum habe auf der Zusammenarbeit aufgebaut, die 2021 auf dem „Leader's Summit on Global Supply Chain Resilience“ eingeleitet wurde.

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