Letzte Meile: Liefery weitet CO2-freie Zustellung auf Cargobikes aus

Für Same & Next Day-Zeitfenster-Zustellungen sollen ab November fünf E-Cargobikes des Berliner Start-ups Ono im Einsatz sein.

Die Cargobikes, die Liefery in Berlin einsetzen will, sollen mit den Logos verschiedener Auftraggeber von Liefery versehen sein. (Foto: Liefery)
Die Cargobikes, die Liefery in Berlin einsetzen will, sollen mit den Logos verschiedener Auftraggeber von Liefery versehen sein. (Foto: Liefery)
Therese Meitinger

Der Serviceplattform-Anbieter Liefery und das E-Mobility Unternehmen Onomotion, beide mit Sitz in Berlin, wollen gemeinsam die emissionsarme Zustellung von Paketen und größeren Lieferungen in Ballungszentren ermöglichen. Hierzu sollen laut einer Pressemitteilung vom 14. Oktober ab November fünf E-Cargobikes des Berliner Start-ups für Same & Next Day Zeitfenster-Zustellungen in Berlin im Einsatz sein. Der Service stehe allen Paketkunden von Liefery zur Verfügung, heißt es. Bereits im vergangenen Jahr haben die beiden Unternehmen eigenen Angaben ihre Zusammenarbeit in einem vierwöchigen Pilotprojekt getestet – und „HelloFresh“-Kochboxen mit Ono-Bikes ausgeliefert.

„Die E-Cargobikes von Ono bieten eine enorme Chance, die Anzahl traditioneller Lieferfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren auf unseren Straßen signifikant zu verringern – und so die Belastungen durch Abgase und Lärm in den Innenstädten erheblich zu reduzieren“, sagt Nils Fischer, CEO und Mitgründer von Liefery.

Die Zahl der Paketzustellungen ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Vor allem im Onlinehandel habe die Wichtigkeit von Same & Next Day Zeitfenster-Zustellungen deutlich zugenommen, argumentiert der Anbieter. Gleichzeitig stelle das stark gestiegene Verkehrsaufkommen in Ballungsräumen die Lieferdienste vor große Herausforderungen: Halteverbote, Umweltzonen und Staus machen die Zustellung von Pakten zunehmend schwerer.

Cargobikes im Vorteil

Mit der Cargobike-Variante will Liefery seinen bestehenden CO2-freien Lieferservice ausbauen. Bisher hatte man dabei auf elektrische Lieferfahrzeuge gesetzt. Durch den Einsatz der E-Cargobikes könne man Lieferungen bei hohem Verkehrsaufkommen bis zu 20 Prozent effizienter zustellen, da Zusteller auf Radwege ausweichen könnten und nicht zwingend einen Parkplatz suchen müssten, so das Unternehmen. Auch das Parken in der zweiten Reihe kann dem Anbieter durch den Einsatz der Lastenräder vermieden werden.

Die fünf E-Cargobikes des Start-ups Ono sollen ab November für ein Jahr in Berlin unterwegs sein. Die Bikes werden dabei von einem im Gesundbrunnen-Center eingerichteten Mikrodepot aus ihre Touren starten und mit den Logos verschiedener Auftraggeber von Liefery versehen sein. Neben dem schwedischen Fashion Label NA-KD zählt zu diesen nach Firmenangaben auch der Betreiber des Gesundbrunnen-Centers, die ECE Projektmanagement GmbH.

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