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Lebensmittellogistik: Rewe erweitert Logistikzentrum in Neu Isenburg

Mit Hilfe des Intralogistikunternehmens Witron sollen Filialservice und Supply-Chain-Performance gesteigert werden.

Rewe optimiert mit Witron im Logistikzentrum Neu Isenburg die Supply Chain-Prozesse für großvolumige Langsamläufer während des laufenden Betriebes. (Visualisierung: Witron)
Rewe optimiert mit Witron im Logistikzentrum Neu Isenburg die Supply Chain-Prozesse für großvolumige Langsamläufer während des laufenden Betriebes. (Visualisierung: Witron)
Melanie Endres

Um weiterhin flexibel auf das dynamische Kaufverhalten reagieren zu können, optimiert der Lebensmitteleinzelhändler Rewe im Logistikzentrum Neu Isenburg gemeinsam mit Witron den kompletten Supply-Chain-Prozess von großvolumigen Artikeln mit niedriger Abverkaufs-Frequenz während des laufenden Betriebes. Das hat der Intralogistiker am 8. Oktober bekannt gegeben. Die produktive Nutzung ist laut Mitteilung für Mitte 2021 terminiert.

Fünfgassiges AKL

Der Meldung zufolge werden mehr als 5.000 verschiedene, langsam drehende Produkte wie beispielsweise Gemüsekonserven oder Weingebinde zukünftig in einem fünfgassigen AKL mit in Summe 25.000 Stellplätzen an vier Workstations aus dem Lagerbehälter ergonomisch und filialgerecht auf Filial-Paletten beziehungsweise Rollcontainer kommissioniert. Ein Prozess, welcher nicht nur wirtschaftliche und logistische Vorteile generiert, sondern auch ökologische – da Rewe laut Witron so gut 30 Prozent weniger Behälter zum Markt und auch wieder zurück ins Logistikzentrum transportieren muss.

Keine baulichen Veränderungen

Diesbezüglich werde die „Ware-zur-Person“-Lösung „OPS (Order Picking System)“ passgenau an das bereits bestehende Behälter-Kommissionier-System „DPS (Dynamic Picking System)“ angebunden. In enger Abstimmung mit dem Kunden und dem Architekten wurde das von Witron gewählte Kommissionier-System dabei so konzipiert, dass keinerlei bauliche Veränderungen am bestehenden Gebäude vorgenommen werden müssen, heißt es in der Mitteilung.

Intelligente Interaktion

Beide Module interagieren bei der Bestandsführung und der Kommissionierung laut Witron intelligent miteinander, so dass sämtliche Artikel sowohl im OPS als auch im DPS kommissioniert werden können. Ein Witron-Lagerverwaltungssystem bestimme dabei dynamisch das jeweils am besten dafür geeignete Kommissioniersystem, prioritätsgesteuert in Abhängigkeit vom „wirtschaftlichsten Pick“, „schnellsten Pick“, Tagesvolumen, Saison oder der jeweiligen Warengruppe. Des Weiteren werde der bestehende DPS-Repack ebenso für das Umpacken in die OPS-Behälter genutzt. Die Einlagerung in das OPS-System könne anschließend entweder einstufig und direkt vom Repack in das OPS oder zweistufig mit Zwischenpufferung im DPS erfolgen.

17.500 Artikel

Seit Anfang 2015 beliefert der Lebensmitteleinzelhändler REWE aus seinem Logistikzentrum in Neu Isenburg gut 6.500 Kunden in ganz Deutschland aus einem Trockensortiment von 17.500 verschiedenen Artikeln, so die Pressemeldung. An einem Spitzentag werden laut Witron mehr als 500.000 Pickeinheiten filialgerecht kommissioniert. Das Gesamt-Layout der Anlage wurde demnach bereits in der Planungsphase gemeinsam von Witron und Rewe so entwickelt, dass es hinsichtlich wachsender Volumina, Artikelanzahl und sich permanent veränderter Geschäftsprozesse flexibel und nachhaltig an neue Anforderungen angepasst werden könne. Ebenso wurde Witron zufolge berücksichtigt, dass sich zukünftige Erweiterungen weitestgehend problemlos während des operativen Betriebs integrieren lassen – sowohl IT-technisch, als auch mechanisch.

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