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Lebensmittellogistik: Picnic startet in Nordrhein-Westfalen

Online-Supermarkt liefert in 20-Minuten-Zeitfenstern.
Der Online-Supermarkt Picnic nutzt für die Zustellung Elektro-Vans. (Foto: Picnic)
Der Online-Supermarkt Picnic nutzt für die Zustellung Elektro-Vans. (Foto: Picnic)
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Matthias Pieringer

Der niederländische Online-Supermarkt Picnic möchte im deutschen Markt angreifen. Im Verlauf der nächsten Wochen starte Picnic in den nordrhein-westfälischen Städten Kaarst, Neuss und Meerbusch sowie im Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel, wie das Unternehmen kürzlich meldete. Verbraucher in diesen Städten können über die Picnic-App Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs bestellen und bekommen diese ohne Liefergebühr geliefert.

Weitere Städte sollen folgen

Vorausgegangen war laut dem Online-Lebensmittelhändler eine sechsmonatige Pilotphase in der Stadt Kaarst, in der die Picnic-Gründer den deutschen Markt testeten. Picnic plant nach eigenen Angaben, seinen Dienst schon bald in weitere Städte auszudehnen. In den Niederlanden bedient der 2015 gegründete Online-Supermarkt 100.000 Kunden in 37 Städten. Mit einer Finanzierungsrunde von rund 100 Millionen Euro hatte sich Picnic 2017 eigenen Angaben zufolge eine der größten Investitionssummen für europäische Start-ups gesichert.

„Runner“ als Visitenkarte

Um lange Wartezeiten zu verhindern, bietet Picnic für die Lieferung ein maximal 20-minütiges Zeitfenster an. Der Lebensmittelonline-Händler setzt dabei auf persönliche Kundenbeziehungen: Verbraucher können per App nicht nur den Weg des Zustellfahrzeugs und den Lieferzeitpunkt tracken, sondern erhalten auch den Namen und ein Foto des Fahrers. „Mehrheitlich wird diese Tätigkeit von Studenten ausgeübt; in der laufenden Pilotphase haben unsere studentischen Kolleginnen und Kollegen die Herzen der Verbraucher erobert“, sagte Frederic Knaudt aus dem Gründerteam von Picnic in Deutschland. „Die hohe Qualität des persönlichen Kontakts ist für uns das A und O, schließlich repräsentieren die ‚Runner‘, wie wir unsere Fahrer nennen, Picnic und sind unser Gesicht zu unseren Kunden.“

Flotte von Elektro-Vans

Tag für Tag bestellt Picnic nach eigenen Angaben nur die exakte Menge an Lebensmitteln, die von den Kunden per App angefordert wird. So sollen Lebensmittelabfälle „konsequent vermieden werden“. Pfandflaschen und Verpackungen nimmt der Online-Supermarkt wieder mit. Geliefert werden die Waren in einer Flotte von kleinen Elektro-Vans, die zu 100 Prozent elektrisch betrieben werden und über einen Zeitraum von drei Jahren von Picnic entwickelt wurden. Der Schlüssel liegt dem Unternehmen zufolge wie bei der Lebensmittelmenge am Einsatz von Daten: Die Elektro-Vans fahren nach von Algorithmen bestimmten und täglich optimierten festen Routen. Der Service ähnele damit, so Picnic, dem bekannten Service von Milchmännern – mit dem gleichen Level an persönlichem Service.

Aktuell können sich laut Picnic noch Einwohner von Kaarst, Neuss, Oberkassel und Meerbusch für den Testlauf des modernen Milchmanns bewerben. Die Testphase wird nach Unternehmensangaben voraussichtlich noch bis in den April andauern, bevor der Online-Supermarkt dann offiziell eröffnet wird.

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