Lebensmittellogistik: Neues Logistikzentrum für Hela

Unitechnik realisiert das Projekt und soll die Effizienz der Lagerprozesse dank passgenauer Automatisierung steigern.

Im Rahmen des Programms „Hela 2025“ möchte der Gewürzhersteller Hela seine bestehende Werksstruktur modernisieren und mit einem neuen Logistikzentrum erweitern. Unitechnik begleitet den Prozess von der Planung bis zur Inbetriebnahme der Anlage. (Foto: Hela)
Im Rahmen des Programms „Hela 2025“ möchte der Gewürzhersteller Hela seine bestehende Werksstruktur modernisieren und mit einem neuen Logistikzentrum erweitern. Unitechnik begleitet den Prozess von der Planung bis zur Inbetriebnahme der Anlage. (Foto: Hela)
Melanie Wack

In Zusammenarbeit mit dem Systemanbieter Unitechnik modernisiert der Gewürzhersteller Hela seine Lagerprozesse am Standort Ahrensburg. Eine neue Logistikanlage automatisiert einer Pressemeldung vom 7. Januar zufolge künftig die Kommissionierung und den Versand der Produkte. Unitechnik begleitet demnach den gesamten Prozess von der Planung des Konzepts über die Implementierung der Softwaresysteme bis zur Inbetriebnahme der Anlage. Die Lagerverwaltungssoftware „UniWare“ übernimmt laut Meldung die Steuerung des Materialflusses.

Bekannter Ketchup

Die Hela Gewürzwerk Hermann Laue GmbH ist außer für Gewürze, Saucen und Marinaden insbesondere für ihren Curry Gewürzketchup bekannt. Derzeit umfasst das Sortiment den Angaben zufolge mehr als 4.000 verschiedene Artikel, die am Standort Ahrensburg produziert, vor Ort eingelagert und schließlich in mehr als 60 Länder geliefert werden. Im Rahmen des Programms „Hela 2025“ möchte der Hersteller laut eigener Aussage seine bestehende Werksstruktur modernisieren und ausweiten. Um die Logistikprozesse am Standort in diesem Zusammenhang schlanker und effizienter zu gestalten, habe sich Hela dafür entschieden, ein in hohem Maße skalierbares und flexibles Logistikzentrum zu bauen. Das Ziel: „Es soll die Kommissionierqualität steigern, die Versandleistung und -qualität erhöhen und den bestehenden wie zukünftigen Marktentwicklungen – insbesondere der zunehmend kleinteiligen Kommissionierung – Rechnung tragen. Zudem gilt es, ein bestehendes Hochregallager zu modernisieren und in die neue Anlage zu integrieren“, heißt es in der Pressemitteilung.

Flexibel und skalierbar

Das Zentrum werde auf insgesamt 7.800 Quadratmeter in Silobauweise aufgesetzt. Es soll ein 4-gassiges und zwei 3-gassige Hochregallager für Europaletten und H1-Hygienepaletten sowie ein 2-gassiges, automatisiertes Kleinteilelager für Behälter mit insgesamt 44 Shuttles umfassen. Dazu gehört der Meldung zufolge zudem eine 4.200 Quadratmeter große Logistikhalle für Kommissionierung und Versand. Für diese stelle Unitechnik die erforderliche Behälter- und Palettenfördertechnik sowie zunächst sechs erweiterbare Arbeitsplätze für die Kartonkommissionierung und zwei erweiterbare Arbeitsplätze für die Palettenkommissionierung bereit. Seit dem Abschluss der Planungen im April 2020 durch Unitechnik, werde aktuell das neue Logistikzentrum mit dem Hochregalsilo gebaut.

Aufwand reduziert

„Die große Herausforderung war es, unsere große Range in einem Logistikzentrum abzubilden. Wir beliefern nicht nur den Großhandel mit Paletten, sondern auch kleine Betriebe, die entsprechend überschaubare Bestellungen aufgeben. Diese Balance hat Unitechnik überzeugend in der Planung dargestellt“, sagt Markus Laue, Gesellschafter bei Hela.

Im Mittelpunkt der Planung stand den Unternehmensangaben zufolge die Frage, wie man die verschiedenen Materialflüsse zukünftig bestmöglich abbildet. Auf der Grundlage einer umfassenden Datenanalyse habe Unitechnik gemeinsam mit Hela die nötigen Prozessoptimierungen erarbeitet. Hier war demnach insbesondere die Veränderung der Kommissioniermethode auf das Ware-zur-Person-Prinzip wichtig. Auf Basis des von der Werksplanung vorgegebenen Baufelds mit umgebungsbedingten Restriktionen, hat Unitechnik Layoutentwürfe erstellt, eine herstellerunabhängige Auswahl der technischen Komponenten vorgeschlagen und den zukünftigen Materialfluss mithilfe eines Simulationsmodells visualisiert, so die Mitteilung.

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