Lebensmittellogistik: Lozuka bietet Plattform bei Engpässen kostenfrei an

Onlinemarktplatz möchte Versorgung in Quarantänesituationen sicherstellen.

Lozuka möchte mit seinem Service Regionen unterstützen, die vom Coronavirus oder einer Grippewelle betroffen sind. (Foto: Lozuka)
Lozuka möchte mit seinem Service Regionen unterstützen, die vom Coronavirus oder einer Grippewelle betroffen sind. (Foto: Lozuka)
Sandra Lehmann

Die Onlineplattform Lozuka bietet Städten, Gemeinden und regionalen Initiativen in der aktuellen Coronavirus-Krise seine Dienste zeitlich begrenzt kostenfrei an. Das teilte das Siegener Unternehmen kürzlich mit. Damit möchte der Onlinemarktplatz die Versorgung mit Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs vor allem in Regionen erleichtern, die von Quarantänen betroffen sind.

Bestückung mit den wichtigsten Lebensmitteln

Dazu haben Lozuka-Gründer Patrick Schulte und sein Team nach eigenen Angaben ein Notfallkonzept erstellt. Demnach könne die IT-Plattform innerhalb von 24 Stunden für die interessierten Regionen freigeschaltet und mit den wichtigsten Nahrungsmitteln und Grundprodukten bestückt werden.

Zeitlich begrenzte Aktion

Das Team leiste via Fernwartung Support und schließe innerhalb kurzer Zeit teilnehmende Direktvermarkter und Supermärkte aber auch Hilfsorganisationen und Mittagstische aus der Region an die Plattform an. Die Region müsse lediglich die Infrastruktur des Lieferservice zur Verfügung stellen.

„Auch dazu haben wir Ideen - örtliche Taxidienste, ansässige Speditionen oder auch karitative Hilfsorganisationen und Technische Hilfswerke könnten diese Aufgabe kurzfristig übernehmen", ist sich Schulte sicher.

Die Aktion, die später auch in einen Regulärbetrieb überführt werden kann, ist nach Lozuka-Angaben zeitlich begrenzt und beschränkt sich auf Grundnahrungsmittel und ein eingeschränktes Sortiment zum Beispiel von Apotheken oder Sanitätshäusern. Es fallen keine Kosten für den Betrieb der IT-Plattform an, so das Unternehmen. Der örtliche Initiator müsse neben dem Lieferservice lediglich die Zahlungsabwicklung vor Ort beispielsweise mit den lokalen Banken koordinieren. Auch hierfür steht Lozuka eigenen Aussagen zufolge beratend zur Seite.

In den bestehenden, regulären Lozuka-Regionen beobachten die Betreiber eigener Einschätzung nach bereits jetzt, dass verstärkt Konserven und nicht verschreibungspflichtige Medikamente im Warenkorb landen.

„Da wir am Morgen sehr früh bei den angeschlossenen Händlern die Ware abholen, gab es bisher bei Lozuka noch keine Engpässe bei der Auslieferung“, erklärt Schulte.

Die unter Quarantäne stehenden Personen oder diejenigen, die großen Menschenansammlungen aufgrund der eigenen gesundheitlichen Verfassung aus dem Weg gehen möchten, könnten über die Lozuka-Plattform im Internet unkompliziert die Waren des täglichen Bedarfs bestellen. „Viele unserer Kunden meiden momentan das öffentliche Leben und kaufen verstärkt online ein“, so Schulte zu den Erfahrungen bei Lozuka.

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