Lebensmittellogistik: HelloFresh baut Letzte-Meile-Lösung für Deutschland und Österreich auf

Die eigene Lösung ermöglicht dem Lebensmittellieferdienst eine zuverlässige Zustellung seiner Boxen und erhöht die Flexibilität.

Die HelloFresh-Boxen werden jetzt vom Unternehmen selbst zugestellt. (Symbolbild: HelloFresh)
Die HelloFresh-Boxen werden jetzt vom Unternehmen selbst zugestellt. (Symbolbild: HelloFresh)
Melanie Wack

HelloFresh, ein Anbieter für Kochboxen, hat in Deutschland und Österreich mit dem Aufbau einer selbst organisierten Last-Mile-Lösung begonnen, wie das Unternehmen am 24. März bekannt gegeben hat. Das Unternehmen übernimmt der Pressemitteilung zufolge damit den Service eines kürzlich eingestellten Lieferpartners und verbessert diesen an entscheidenden Stellen. Mit der Investition in ein eigenes Liefernetzwerk, rückt HelloFresh nach Eigenangaben die Kunden weiter in den Mittelpunkt. Der Service erlaube eine zuverlässigere Zustellung zum angegebenen Zeitpunkt und biete langfristig mehr Flexibilität, indem zusätzliche Lieferzeitfenster und -tage angeboten werden können. Darüber hinaus ermögliche die neu etablierte Infrastruktur HelloFresh die schnelle Reaktion auf Nachfrageschwankungen, bei gleichzeitiger Verringerung der Abhängigkeit von Dienstleistern.

„Der Aufbau unserer eigenen Last-Mile-Lösung war ein wichtiger Schritt, um das Serviceversprechen an unsere Kunden weiter einzuhalten und kontinuierlich zu verbessern. In nur zehn Wochen haben wir es geschafft, ein eigenes Netzwerk aufzubauen, von der Suche, Anmietung und Organisation der Depots, bis hin zur Entwicklung einer eigenen App für die Fahrer. Ich bin sehr stolz auf das Team und freue mich, dieses Projekt nun auch in weiteren Regionen auf- und auszubauen“, sagt Nils Herrmann, Geschäftsführer DACH von HelloFresh.

Besseres Kundenerlebnis

Seit Mitte Februar werden die Kochboxen von einem Dienstleister aus der zentralen Produktionsstätte in Verden abgeholt und in die neu eingerichteten Depots geliefert, die in Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Partnern aufgebaut wurden, heißt es in der Pressemitteilung. Von dort aus werden die Boxen von Subunternehmern an ihr Ziel gebracht. Kunden in Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, München und Wien werden bereits von dem hauseigenen Service abgedeckt, so die Angaben.

Dadurch, dass HelloFresh nun organisatorisch und technisch die Kontrolle über den gesamten Logistikprozess und die dahinter liegende Software übernimmt, wird das Kundenerlebnis dem Unternehmen zufolge deutlich verbessert. Durch die optimierten Schnittstellen zwischen Produktions-, Transport- und Kundenservice-Abteilungen werde die Fehlerquote verringert. Auch erneute Zustellversuche nach verhinderter Erstzustellung sollen vereinfacht werden.

Investition in die Zukunft

Für die Zukunft erwägt HelloFresh laut Mitteilung den Aufbau einer eigenen Flotte, in der dann auch verstärkt elektrisch angetriebene Lieferfahrzeuge mit eigener Kühlung verwendet werden können. Auf der letzten Meile würden sich mit dieser Maßnahme sowohl Verpackung als auch CO2-Emissionen einsparen lassen – zwei wichtige Ziele in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. In den Niederlanden, wo HelloFresh eine eigene Lieferflotte betreibt, erfolgen die Lieferungen dem Unternehmen zufolge bereits teilweise emissionsfrei. Dadurch konnten im Jahr 2020 bereits 60 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden, 255 Prozent mehr als noch in 2019, so die Mitteilung.

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