Lebensmittellogistik: Dematic holt sich Auftrag von Woolworths

In Sydney errichtet die australische Supermarktkette ein neues Distributionszentrum.

Dematic liefert für die Woolworths Group ein automatisiertes Fulfillment-System für das neue nationale Distributionszentrum (NDC) in Sydney. (Foto: Dematic)
Dematic liefert für die Woolworths Group ein automatisiertes Fulfillment-System für das neue nationale Distributionszentrum (NDC) in Sydney. (Foto: Dematic)
Melanie Endres

Dematic hat von Primary Connect, einem Lieferkettenzweig von Australiens Supermarktkette der Woolworths Group, den Auftrag erhalten, ein automatisiertes Fulfillment-System für das neue nationale Distributionszentrum (NDC) in Sydney zu liefern, das hat der Intralogistiker am 2. Dezember verkündet. Dematic beliefert der Mitteilung zufolge bereits seit mehr als 50 Jahren den Supply-Chain-Sektor in Australien. Geplant sei, das neue NDC Ende 2023 in Betrieb geht.

„Durch unsere lokalen Kapazitäten mit mehr als 600 Beschäftigten und einer Fertigungseinrichtung in Sydney gewährleisten wir unseren Kunden in der Region Systeme und Serviceleistungen von höchster Qualität“, so Michael Jerogin, CEO von Dematic APAC. „Wir sind stolz darauf, dass Woolworths besonderes Vertrauen in uns als Partner setzt und freuen uns, auf dieser Partnerschaft weiter aufzubauen, indem wir eine wichtige Rolle in der Automatisierungsstrategie des Unternehmens spielen.“

Angepasste Paletten

Die im neuen NDC installierte Dematic-Lösung stelle an das Ladenlayout der Einzelhandelsgeschäfte von Woolworths angepasste Paletten zusammen. Zudem wird das „Flexible Mixed Case Order Fulfillment“-System, das auf dem „Dematic iQ Warehouse Management System (WMS)“ basiert, für mehr als 9.000 Produkte von 900 Zulieferern und für die tägliche Belieferung von mehr als 1.000 Märkten im ganzen Land ausgelegt sein, heißt es in der Dematic-Meldung.

Flexibilität vorhanden

Für die nötige Flexibilität innerhalb des 40.700 Quadratmeter großen NDC sorge unter anderem die Wall-to-Wall-Automatisierung. Damit könne die Supermarkkette saisonalen und anderen Nachfragespitzen gerecht werden, wie sie beispielsweise aktuell während der COVID-19-Pandemie auftreten. Die Lösung sei nicht nur für die Lieferung von Ladenbestellungen ausgelegt, sondern trage darüber hinaus auch dem erwarteten Wachstum von Woolworth durch integrierte Skalierbarkeit und Modularität Rechnung. Allein durch diese Transportvorteile erwartet die Supermarktkette laut Mitteilung jährlich mindestens 26.000 Lastwagenlieferungen zwischen den Woolworths-Einrichtungen einsparen zu können.

Paul Graham, Managing Director bei Primary Connect und Chief Supply Chain Officer bei der Woolworths Group, fasst die Zielsetzung zusammen: „Mit der Investition wollen wir die Belieferung unserer Geschäfte völlig neu zu konzipieren, unser Vertriebsnetz stärken und unsere Ambitionen umsetzen, die beste Lebensmittel-Supply-Chain Australiens zu errichten.“

Produktverfügbarkeit verbessern

Graham weiter: „Durch die hochmoderne Automatisierungstechnik werden wir in der Lage sein, maßgeschneiderte Paletten für bestimmte Gänge in den einzelnen Läden bereitzustellen. Dadurch wird die Produktverfügbarkeit im Regal verbessert, weil wir Produkte schneller wieder auffüllen können. Außerdem werden Staus in besonders belebten Gängen reduziert und es entsteht eine sicherere Arbeitsumgebung für unsere Teams mit weniger manuellen Tätigkeiten.“

Woolworths erwartet mithilfe der neuen Installation auch seine lokale Produktpalette ausbauen zu können, da Tausende zusätzliche Produkte nun zentral gelagert werden können, für die in den bestehenden Einrichtungen bis dato kein Platz war, heißt es in der Mitteilung.

Enge Zusammenarbeit

Pas Tomasiello, Senior Director für Integrated Systems bei Dematic, und sein Team arbeiteten eng mit dem Woolworths Supply Chain Development Team zusammen, um die Dematic-Systeme zu optimieren und deren völlige Skalierbarkeit zu nutzen: „Die neue Einrichtung ist voll und ganz darauf ausgelegt, Woolworths dabei zu unterstützen, eine breitere Palette von verpackten Waren, die nicht so schnell verkauft werden müssen, effizienter an einem zentralen Ort zu führen, anstatt sie auf mehrere Standorte verteilen zu müssen“, erläuterte Tomasiello. „Die Zentralisierung in Verbindung mit der fortschrittlichen Automatisierung wird es Woolworths ermöglichen, größere Volumina abzubilden und auch hinsichtlich Geschwindigkeit und Präzision der Lieferungen an Geschäfte im ganzen Land signifikante Verbesserungen zu erzielen.“

Dazu werde das Dematic iQ WMS eine Schnittstelle zu den Systemen von Woolworths bilden und das Distributionszentrum mit Industrie-4.0-Fähigkeiten im Hinblick auf Systeminterkonnektivität, datengesteuerte Intelligenz und Entscheidungsunterstützungs-Tools ausstatten. Dadurch können die Prozesse dank schnellerer Einblicke und bereitgestellter Entscheidungsfunktionen zusätzlich verbessert werden.

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