Lebensmittellogistik: Automatisierte Logistik im Allgäu für Rapunzel

Der Bio-Pionier beauftragt Swisslog.

Das Team (v.l.n.r.): Stefan Schmaus, Leitung Logistik, Joseph Wilhelm, Geschäftsführer, Margit Epple, Geschäftsführerin, (alle Rapunzel Naturkost), Jürgen Bäumle, Head of Solution Design, Klaus Küffel, Sales Manager, und Sven Borghoff, Sales Manager, alle bei Swisslog. (Foto: Swisslog)
Das Team (v.l.n.r.): Stefan Schmaus, Leitung Logistik, Joseph Wilhelm, Geschäftsführer, Margit Epple, Geschäftsführerin, (alle Rapunzel Naturkost), Jürgen Bäumle, Head of Solution Design, Klaus Küffel, Sales Manager, und Sven Borghoff, Sales Manager, alle bei Swisslog. (Foto: Swisslog)
Melanie Wack

Das bayerische Biolebensmittelunternehmen Rapunzel beauftragt Swisslog mit der Realisierung eines automatisierten Palettenlagers an seinem Hauptsitz in Legau, das hat Swisslog am 13. August bekannt gegeben. Der Neubau soll die Rohstoff-Logistikkapazitäten von Rapunzel erweitern. Fahrerlose, mobile Fahrzeuge sowie Fördertechnik für Paletten werden das neue Rohstofflager der Pressemitteilung zufolge komplementieren; sie sollen zentraler Bestandteil bei der avisierten Produktivitätssteigerung für das Trockensortiment sein. Der Beginn der produktiven Nutzung der Anlage ist für das erste Quartal 2023 vorgesehen.

Die Geschäfte laufen gut bei der Rapunzel Naturkost GmbH, deutscher Biopionier, bei der Herstellung und dem Vertrieb von vegetarischen Biolebensmitteln: „Die Konsumenten setzen immer mehr auf Produkte aus ökologischem Anbau, die unter fairen Bedingungen hergestellt werden“, sagt Stefan Schmaus, Leiter Logistik bei Rapunzel. Er fährt fort: „Das hat uns in den letzten drei Jahren einen erfreulichen Umsatzzuwachs von zehn Prozent pro Jahr beschert.“

 „Wir freuen uns sehr, dass uns Rapunzel erneut sein Vertrauen schenkt“, sagt Jens Schmale, Head of Region EMEA bei Swisslog. Er unterstreicht die Erfahrung seines Unternehmens: „Wir kennen die hohe Dynamik in der Lebensmittelindustrie und die daraus resultierenden besonderen Anforderungen an die Logistik, sei es in der Produktion oder im Multikanalvertrieb.“

9.300 Stellplätzen

„Für uns war Swisslog die erste Wahl“, beschreibt Logistikleiter Schmaus. „Denn das Unternehmen verfügt nicht nur über viel Erfahrung im Bereich der Lebensmittellogistik. Gemeinsame Projekte aus der Vergangenheit haben auch gezeigt, dass wir uns auf Swisslog in jeder Beziehung verlassen können: auf planerisches Know-how, auf verbal getätigte Zusagen sowie präzise und pünktliche Ausführung der Gewerke – selbst in Zeiten von Corona – und auf einen zuverlässigen Service nach der Realisierungsphase.“

Die jetzt in Angriff genommene Erweiterung in Legau wird ein Hochregallager mit rund 9.300 Stellplätzen für Euro- und Industriepaletten beinhalten, ist viergassig und mit „Vectura“ Regalbediengeräten von Swisslog angelegt. Für die Peripherie sind circa 450 Meter automatischer Fördertechnik des Typs „ProMove“, ebenfalls von Swisslog, geplant. Der Neubau grenzt an ein Bestandsgebäude, wobei die Transfers zwischen beiden Gebäuden über ein Fahrerloses Transportsystem erfolgen wird.

Hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit

Analog zu den vorangegangenen Aufträgen startete die Zusammenarbeit mit Rapunzel zunächst mit einer detaillierten Konzeptstudie; die Bestandsdaten wurde zuerst von Swisslog gründlich analysiert und die Vor-Ort-Situation in einem gemeinsamen Workshop erfasst, so die Mitteilung. Der Lösungsvorschlag entstand laut Swisslog dann zusammen mit dem Kunden Schritt für Schritt bis zur endgültigen passgenauen Fassung. Rapunzels derzeitiges Lagervolumen beträgt rund 9.000 Palettenstellplätze auf einer logistischen Nutzfläche von insgesamt 7.500 Quadratmetern.

„Davon sind 95 Prozent bereits ausgelastet“, gibt Logistikleiter Schmaus zu bedenken und ergänzt erwartungsfroh: „Der jetzige Ausbau rüstet uns für die Zukunft, indem der Automatikbetrieb die benötigten Rohstoffe vollständig und termingerecht bereitstellt.“

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