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Lebensmittel: BGL kritisiert ZDF-Redaktion

Verband spricht von „Panikmache“ in Mehltransport-Bericht.
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Thilo Jörgl
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V. hat die Macher des ZDF-Magazins „Wiso“ kritisiert. Diese berichteten in einer Sendung darüber, dass Verbraucher gesundheitlich gefährdet sind, weil sich in vielen Lkw-Mehltanks Schimmel befindet. Transportgefäße seien nur eine von unzähligen möglichen Quellen für Schimmelgifte in Lebensmitteln, betont der BGL. Deshalb gelten bereits hohe Hygienestandards im Lebensmitteltransport. BGL-Hauptgeschäftsführer Karlheinz Schmidt kritisierte, dass es „hochgradig populistisch“ sei, den Verbrauchern zu suggerieren, durch eine bessere Reinigung von Mehl-Lastern könne man 51 Prozent der Leberkarzinome verhindern. Der BGL nimmt das Problem Hygiene bei Lebensmitteltransporten ernst. Da die gesetzlichen Lebensmittelhygienevorschriften hierzu eindeutig eine Gefährdung des Verbrauchers ausschließen, wurden aus der Praxis heraus produktspezifische Vorgaben für die Lebensmittelhygiene entwickelt. Der BGL hat dafür zusammen mit der Transfrigoroute Deutschland einen Leitfaden entwickelt. Die 98 Seiten starke „Leitlinie für eine gute Lebensmittelhygienepraxis beim Lebensmitteltransport" wurde in einem Abstimmungsprozess mit den Lebensmittelbehörden aller Bundesländer erarbeitet. Mitte August soll das Abschlussgespräch mit dem federführenden Landwirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern erfolgen, danach soll die Leitlinie über das Bundesverbraucherschutzministerium bei der EU in Brüssel notifiziert werden. Diese Leitlinie habe den Charakter einer DIN-Norm, wodurch sichergestellt werde, dass die Behörden entsprechend den dort gemachten Vorgaben kontrollieren werden und in der Praxis einheitliche Hygienestandards wirken.
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