Lagertechnik: Online-Apotheke Farmasiet vertraut bei Automatisierung auf Knapp

Die norwegische Online-Apotheke Farmasiet nutzt in Vetsby in der Nähe von Oslo künftig das Central Belt System“ von Knapp für die automatische Kommissionierung von Arzneimitteln und anderen Pharmaprodukten.

Die norwegische Online-Apotheke Farmasiet will ihre Verkaufszahlen verdoppeln und hat sich jetzt für das Central Belt System von Knapp für die automatische Kommissionierung von Arzneimitteln und anderen Pharmaprodukten entschieden. (Bild: Knapp)
Die norwegische Online-Apotheke Farmasiet will ihre Verkaufszahlen verdoppeln und hat sich jetzt für das Central Belt System von Knapp für die automatische Kommissionierung von Arzneimitteln und anderen Pharmaprodukten entschieden. (Bild: Knapp)
Gunnar Knüpffer

Die norwegische Online-Apotheke Farmasiet will mit einer neuen Automatisierungslösung dafür sorgen, dass die Auslieferung von Medikamenten beschleunigt wird. Mit der Konzeption und Errichtung dieser Technik in Vetsby in der Nähe von Oslo beauftragte der Online-Pharmahändler die Firma Knapp, ist einer Presseaussendung des Automatisierers aus Österreich vom 17. Januar zu entnehmen. Die neue Kommissionierungslösung soll im September 2023 in Betrieb genommen werden.

Sowohl Verkaufszahlen als auch die Mitarbeiterzahl will Farmasiet in den nächsten Jahren verdoppeln.

„Vetsby wird zum bedeutendsten Logistikzentrum Norwegens, wo unser neues Lager und unsere neue Logistikanlage zahlreiche spannende Jobs schaffen werden“, sagte Elisabeth Haug, CEO von Farmasiet.

Für die Kommissionierung und Sortierung einfacher und komplexer Onlineaufträge entschied sich Farmasiet für eine Kombination aus Zentralband-Technologie und innovativer „Pack2Patient“-Lösung. Eine Fördertechnik verbindet den gesamten Warenstrom und wird durch Kartonaufrichter und Kartonverschließer ergänzt. Dieses Central Belt System wurde für die automatische Kommissionierung von Arzneimitteln und anderen Pharmaprodukten entwickelt und kann bis zu 9.000 Verpackungen pro Stunde kommissionieren.

Automatisches Sortiersystem soll hohe Genauigkeit gewährleisten

Für die laufende Überprüfung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und Kontrolle der Verpackungsetiketten ist Pack2Patient zuständig. Das automatische Sortiersystem soll dafür sorgen, dass bei der nun effizienteren Kommissionierung der Artikel weiterhin hohe Qualität und Genauigkeit gewährleistet werden. Die Mehrheit der Aufträge kann laut Knapp automatisch bearbeitet werden – Mitarbeiter müssten nur mehr selten Hand anlegen. Bis zu 95 Prozent aller Kunden sollen ihre gesamte Bestellung in einem Paket erhalten, unabhängig davon, ob die Bestellung verschreibungspflichtige oder nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, medizinische Geräte oder andere Waren enthält.

Aktuell werden bei Farmasiet Waren noch manuell kommissioniert. Ein effizienter Mitarbeiter kommissioniert ungefähr 200 Auftragszeilen pro Stunde, im Vergleich dazu bearbeitet die Automatisierungslösung von Knapp mehr als 6.000 Auftragszeilen pro Stunde. Produkte werden direkt in Versandkartons kommissioniert, die vollautomatisch verschlossen, etikettiert und sortiert werden, bevor sie an den Kunden versandt werden. Im Durchschnitt wird die Durchlaufzeit ab Auftragseingang bis zum fertig verpackten und etikettierten Produkt künftig zehn bis 15 Minuten betragen. Für die komplexesten Bestellungen, die verschreibungspflichtige Arzneimittel enthalten, würden dann maximal 30 Minuten benötigt. Es gibt also eine große Zeitersparnis.

Die Lösung umfasst Sicherheitskontrollen, die die Prozesse nahezu fehlerfrei und sicher gestalten sollen, damit die richtigen Arzneimittel beim richtigen Kunden ankommen. Da Farmasiet laut Knapp bereits effektive Prozesse zur fehlerfreien Belieferung von Kunden hatte, waren die Anforderungen an die neue Anlage hoch. Die Systeme werden nun manuelle Kontrollen ersetzen und sollen eine fehlerfreie Auftragsbearbeitung aufgrund ihres innovativen Designs und laufender, im Prozess integrierter Kontrollen sicherstellen.

Die neue Anlage von Farmasiet berechnet Gewicht und Volumen der Verpackungen, damit die Lieferkartons passend für eine Hauszustellung sind, was den Kunden eine Fahrt zum Paketshop erspart. Darüber hinaus können mehrere Bestellungen und verschiedene Produkttypen in einer Lieferung zusammengefasst werden. So will Farmasiet die Zahl der Lieferfahrten reduzieren und durch ein geringeres Verpackungsvolumen einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

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