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Lagertechnik: Medikamente auf Automatisierungskurs

SSI Schäfer realisiert Kommissionier- und Versandanlage für Sanicare.

SSI Schäfer hat eine neue Kommissionier- und Versandanlage bei Sanicare installiert. (Foto: SSI Schäfer)
SSI Schäfer hat eine neue Kommissionier- und Versandanlage bei Sanicare installiert. (Foto: SSI Schäfer)
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Sandra Lehmann

Der Intralogistikanbieter SSI Schäfer hat nach eigenen Angaben als Generalunternehmer die Realisierung einer Kommissionier- und Versandanlage für die Onlineapotheke Sanicare verantwortet. Wie der Lösungsanbieter für Logistikprodukte mitteilte, ist es mithilfe des im Juni 2018 fertiggestellten Systems möglich, einen Großteil der Sanicare-Aufträge über einen standardisierten Prozess abzubilden.

1.000 Sendungen pro Stunde

Demnach erfolgen 55 Prozent aller Pickprozesse automatisch und müssen nur noch einen Endkontrollprozess durchlaufen, bevor sie versendet werden. Somit könnten mit der neuen Anlage etwa 1.000 Sendungen innerhalb einer Stunde bearbeitet werden. Insgesamt erreicht die BS-Apotheken OHG, zu der Sanicare gehört, mit den bereits vorhandenen Kommissionier-Automaten laut SSI Schäfer einen Automationsgrad von 70 Prozent aller auszuliefernden Sendungen.

„Der Umbau hilft uns, auch bei großen Auftragswellen wie sie oft am Wochenanfang auftreten, eine schnelle Abwicklung der Bestellungen zu ermöglichen, effizienter zu arbeiten und somit eine höhere Kundenzufriedenheit zu erreichen“, erläutert Heinrich Meyer, Inhaber der BS-Apotheken OHG.

Für die Kommissionierung der Schnelldreher wurde nach Herstellerangaben das automatische Kommissioniersystem „A-Frame“ installiert, das die 850 Topartikel der Versandapotheke enthält. Nach Auswurf der Ware aus dem Automaten auf das Sammelband gelangen die Produkte über den Befüllpunkt direkt in die Kundenkartons, so SSI Schäfer. Ein separater und kostspieliger Umpackprozess entfalle damit. Der Befüllpunkt könne vier unterschiedliche Kartontypen bearbeiten. Für eine permanente Auffüllung der Automaten sorgen laut Anbieter weitere, neu errichtete Nachschubbereiche, die in unmittelbarer Nähe der A-Frames integriert worden sind.

Automatisch aufgerichtet

Teil der modernen Anlage ist zudem ein vollautomatischer Kartonaufrichter, mit dem 90 Prozent der gängigen Kartongrößen aufgerichtet werden könnten. In einem nächsten Schritt werden diese mit Paketbeilagen und Marketingmaterialien befüllt, mit einem Barcode versehen und somit mit einem Kundenauftrag verknüpft. Das produktive Zusteuern an Paketbeilagen sei eine weitere Besonderheit, da diese sowohl unspezifisch als auch selektiv hinzugefügt werden könnten. Die neue Technik wurde dabei an die bereits bestehenden Logistikprozesse angebunden, berichtet SSI Schäfer.

Manuelle Prozesse integriert

Zur Kommissionierung der Mittel- und Langsamdreher werden die Auftragskartons über die Behälter- und Kartonfördertechnik des Intralogistikanbieters zu den „ROWA“-Automaten gefördert. Diese hätten ein Fassungsvermögen von 100.000 Medikamentenpackungen, die automatisch der Sendung zugeführt werden könnten. Ebenso sind manuelle Pickprozesse für Aufträge mit spezifischen Medikamenten und Kundenwünschen in den Prozess integriert, heißt es von Seiten des Herstellers. Im Warenausgang erfolgen die automatisierte Verschließung der Kartons sowie das Auftragen des Adresslabels mittels „Schäfer Compact Insertion (SCI)“. Abgerundet werde das System durch die Logistiksoftware „WAMAS“, die nach Unternehmensangaben die Prozesssteuerung der gesamten Anlage übernimmt und für eine stetige Optimierung des Materialflusses sorgt.

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