Lagertechnik: Ikea nimmt Micro-Fulfillment-Center in Zagreb in Betrieb

Das In-Store-Lagerkonzept basiert auf dem Autostore-System und wurde von Swisslog implementiert.

Bei Ikea in Zagreb ist nun ein In-Store-Lagersystem des Anbieters Swisslog im Einsatz. (Foto: Swisslog)
Bei Ikea in Zagreb ist nun ein In-Store-Lagersystem des Anbieters Swisslog im Einsatz. (Foto: Swisslog)
Sandra Lehmann

Das schwedische Möbelunternehmen Ikea hat in der kroatischen Hauptstadt Zagreb erstmals ein Micro-Fulfillment-Center in Betrieb genommen. Das berichtet der Schweizer Lösungsanbieter Swisslog, Buchs, in einer Pressemitteilung vom 7. September. Swisslog hat das Ikea Micro-Fulfillment-Center demnach geplant und installiert. Das Konzept soll für eine Reihe weiterer Ikea-Standorte in der ganzen Welt fungieren.

„Das Micro-Fulfillment-Center ist Teil des ‚Store of the Future‘-Programms von Ikea und hat zahlreiche Vorteile“, sagt Swisslog Head of EMEA Jens Schmale und erläutert: „Es beschleunigt die Materialflüsse bei Onlinebestellungen, gestaltet sie effizienter, verkürzt Lieferzeiten und reduziert Transportkosten. Unser ganzes Team war begeistert bei der Sache, Ikea bei seiner Micro-Fulfillment-Strategie zu unterstützen. Das Center ist Kern eines innovativen Kundenerlebnisprogramms beim multinational vertretenen Einrichtungskonzern.“

Das Micro-Fulfillment-Center in Zagreb ist innerhalb des Ikea-Möbelhauses zwischen den Bereichen der Verkaufsausstellung und dem Verkaufslager auf einer Mezzaninebene platziert. Es sei ein automatisches Lager- und Kommissioniersystem.

„Unser Kunde hat sich für eine hochperformante AutoStore-Anlage entschieden“, präzisiert Schmale.

6.000 Behälter, 14 Roboter der „Black Line“-Serie sowie vier angeschlossene Arbeitsplätze umfasse die Lösung, die zurzeit für die Lagerung und Kommissionierung von rund 2.900 Artikeln aus dem Ikea-Sortiment genutzt werde. Dabei handele es sich um Kleinteile bis zu einem Gewicht von je maximal 30 Kilogramm.

In der Peripherie des AutoStore-Kubus hat Swisslog nach Eigenangaben eine „QuickMove“-Leichtförderstrecke angeschlossen, die dem Transport der kommissionierten Waren von den Pick-Arbeitsplätzen über eine automatische Kartonverpackungsmaschine zum Warenausgang dient. Beinhaltet eine Onlinebestellung neben Kleinteilen auch große Artikel aus dem manuellen Lager, schließe sich an die Automatik im AutoStore-System eine Auftragszusammenführung an. Die Steuerung und Optimierung aller Prozesse übernehme die Lagerverwaltungssoftware „SynQ“ von Swisslog. EMEA-Chef Schmale beschreibt:

„Ob bei Click & Collect oder der Lieferung nach Hause, das Micro-Fulfillment-Center trägt maßgeblich dazu bei, dass Ikea seinen Kundenservice und seine Wirtschaftlichkeit im E-Commerce noch weiter verbessern kann.“

Bezifferte der Möbelkonzern seine Leistungsfähigkeit bei der Bearbeitung von Onlineaufträgen bisher so, dass ein Mitarbeiter pro Bestellung durchschnittlich einen Kilometer zurücklegt, bei einer Produktivität von zwölf Auftragszeilen pro Stunde, rechnet das schwedische Unternehmen unter Einsatz des Micro-Fulfillment-Centers mit circa 170 Orderlines im selben Zeitraum.

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