Lagersysteme: Arbeitsschutz-Express nimmt erstes großes AutoStore-Lager mit R5+-Robotern in Betrieb

Der Großhandelsbetrieb Arbeitsschutz-Express hat mithilfe des Intralogistikanbieters Kardex ein automatisiertes Order Fulfillment eingerichtet, um sein Wachstum im E-Commerce zu bewältigen.

Das Unternehmen Arbeitsschutz-Express nutzt die neuen R5+-Roboter von AutoStore in seinem Lager. (Bild: Kardex Group)
Das Unternehmen Arbeitsschutz-Express nutzt die neuen R5+-Roboter von AutoStore in seinem Lager. (Bild: Kardex Group)
Gunnar Knüpffer

Arbeitsschutz-Express im bayerischen Leipheim hat im April die nach Angaben des Intralogistikanbieters Kardex erste AutoStore-Lösung mit „R5+“-Robotern in Betrieb genommen. Kardex hatte die Anlage geplant und realisiert, kommunizierte der Anbieter am 8. Juni. Um mit seinem Wachstum Schritt halten und seine Kunden zuverlässig beliefern zu können, setzt der Onlinehändler auf ein automatisiertes Order Fulfillment.

Sechs „CarouselPorts“ werden für die Kommissionierung und Einlagerung von Waren verwendet und können auf Knopfdruck umgeschaltet werden. Welche Ports zu welchem Zeitpunkt für welche Anwendung verwendet werden, kann Arbeitsschutz-Express somit auf die Prozesse abgestimmt festlegen. Sollte die Leistungsanforderung in Zukunft steigen, so könne dies laut Kardex durch eine bedarfsgerechte Einbringung weiterer Roboter schnell abgedeckt werden. An der Stirnseite der AutoStore-Anlage sind außerdem drei Frames eingeplant, die als Vorbereitung für einen zukünftigen Ausbau mit „ConveyorPorts“ für die Wareneinlagerung dienen. Die Lagerorganisation erfolgt über das Warehouse Management System (WMS) „Kardex Control Center“, welches die unterschiedlichen Lagersysteme bei Arbeitsschutz-Express verwaltet und die verbindenden Prozesse gestaltet.

„Mit unserer AutoStore-Lösung können wir den gestiegenen Anforderungen in der Logistik gerecht werden, unsere zur Verfügung stehenden Flächen optimal ausnutzen und die internen Logistikmöglichkeiten an unserem Standort in Leipheim zukunftssicher ausbauen“, sagte Philipp Wiedemann, Geschäftsführer von Arbeitsschutz-Express.

Ein Großteil der bei Arbeitsschutz-Express eingelagerten Waren besteht aus Arbeitsschuhen. Schuhkartons werden grundsätzlich auf der schmalen Seite gelabelt – deshalb mache deren Einlagerung in eine AutoStore-Anlage laut Kardex auch nur hochkant Sinn, damit die abgerufenen Artikel noch vor der Entnahme bequem gescannt werden können. Aus diesem Grund werden für Arbeitsschutz-Express 54.000 Stück der höchsten Behälter im Zusammenspiel mit 26 AutoStore-Robotern des Modells R5+ eingesetzt. Der „Red Line“-Roboter, welcher auf der Technologie des Modells R5 basiert, kann Behälter mit einer Höhe bis zu 425 Millimeter handhaben. Bislang sei dies nach Unternehmensabgaben eine Premium-Funktion, die nur mit dem „Black Line B1“-Roboter möglich gewesen sei.