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Lagerkonzept: Amazone überarbeitet seine Ersatzteillogistik

Durch die Erweiterung der Lagerkapazitäten in Leeden entsteht neue Logistikfläche.

Fit für die Zukunft: Leeden bietet für Amazone gute Voraussetzungen zur Optimierungen und Erweiterung. (Foto: Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG)
Fit für die Zukunft: Leeden bietet für Amazone gute Voraussetzungen zur Optimierungen und Erweiterung. (Foto: Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG)
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Melanie Endres
(erschienen bei LOGISTRA von Tobias Schweikl)

Der Land- und Kommunalmaschinenhersteller Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG erweitert seine Lagerkapazitäten und will mehr Leistung und effizientere Abläufe im Bereich der Ersatzteillogistik realisieren. Anlass ist der Neubau einer Produktionshalle, durch den an anderer Stelle Fläche frei wird.

Projektpartner ist die Pierau Unternehmensberatung GmbH. Wie die Berater verkündeten, entwickelte das Team um die Projektleiter Dirk Wohlgemuth und Jens Pommerening ein Lagerkonzept, das die Umnutzung von Flächen, die Integration gezielt ausgewählter Technik und optimierte Prozesse umfasst. Mit der Errichtung des neuen Ersatzteilelagers in Leeden wurde nach eigenen Angaben der Hamburger Intralogistiker Jungheinrich beauftragt.

Servicequalität entscheidet

Zurzeit sei die Ersatzteillogistik am Amazone-Hauptsitz in Hasbergen-Gaste untergebracht. Weil die rund 40.000 dort lagernden Artikel insbesondere in puncto Beschaffenheit und Geodaten stark variieren, verteilen sie sich auf verschiedene Lagersysteme.

„Das sehr spezifische Artikelspektrum mit teils großvolumigen Komponenten über eine längere Zeitspanne bereitzuhalten, hat einen hohen Servicecharakter – das schätzen unsere Kunden.“ erklärt Carolin Wiebusch-Rakonjac, Leitung des Ersatzteilwesens bei Amazone.

Für reibungslosen Ablauf

Bei parallel stark steigenden Umsätzen werde sukzessive aber auch die Lagerkapazität verringert. Um weiterhin reibungslose Abläufe in den Prozessen, der IT und der Arbeit der Gewerke zu gewährleisten, soll die Ersatzteillogistik künftig am Standort in Leeden abgewickelt werden. Auf der Fläche der bisherigen Produktionsstätte stehen rund 11.000 Quadratmeter Hallen- und rund 9.000 Quadratmeter Außenfläche zur Verfügung.

„Die bauliche Anordnung der Hallen in Leeden bietet gute Voraussetzungen für sowohl funktionale Optimierungen als auch bauliche Erweiterungen. So lassen sich langfristig effiziente Abläufe sicherstellen und bei Bedarf Kapazitäten einzelner Lagerbereiche erweitern“, erläutert Jens Pommerening.

Jungheinrich liefert die Hauptkomponenten

Die Logistiksystemlösung stammt, so die Mitteilung, aus einer Hand von Jungheinrich. Kern bilde ein Automatisches Kleinteilelager mit 27.360 Stellplätzen. Vier Regalbediengeräte vom Typ STC 2B1A" übernehmen laut Jungheinrich in den 52 Meter langen Gassen das Ein- und Auslagern. Mit einer Fahrgeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde gehört das STC 2B1A nach Herstellerangaben zu den schnellsten Regalbediengeräten seiner Klasse. Die Lagerkapazitäten sind laut Mitteilung auf zukünftiges Wachstum ausgelegt.

Über die Fördertechnik werde das Automatische Kleinteilelager mit Wareneingangs-, Kommissionier- und Packarbeitsplätzen verbunden. Für eine Erleichterung bei der Kommissionierung verfügen diese den Angaben zufolge über ein Put-to-Light-System. Für die Steuerung aller Logistikprozesse setzt Amazone das Warehouse Management System (WMS) und Warehouse Control System (WCS) von Jungheinrich ein, heißt es in der Meldung.

Neue Ein- und Auslagerstrategie

Im Automatischen Kleinteilelager (AKL) werden A-, B- und C-Artikel zukünftig vollautomatisch ein- und ausgelagert, heißt es in der Mitteilung. Nicht AKL-fähige Artikel sollen aus dem Wareneingang direkt in die manuellen Lagerbereiche gebracht werden. Dazu gehöre ein Schmalganglager mit 33 Regalreihen und jeweils zehn Ebenen. Dieses bietet laut Jungheinrich Platz für insgesamt 12.800 Gitterboxen, die ein Gewicht von bis zu 1.000 Kilogramm tragen können. Das Schmalganglager ist für palettenfähige Artikel, und wird laut Mitteilung mit halbautomatischen Kommissionierstaplern bewirtschaftet. Für die Lagerung von Lang- und Sperrgütern ist Jungheinrich zufolge das Stangenlager mit sechs Regalreihen.

Eine weitere Steigerung der Lagerkapazitäten erziele Amazone, indem im Rahmen der Planung die Lagerplatzdimensionen optimiert wurden. Um diese Optimierung vollumfänglich ausschöpfen zu können, ist die Qualität der Artikelstammdaten von großer Bedeutung. So werde im Wareneingang durch einen halbautomatischen Prozess zur Erfassung der Geodaten eine hohe Effizienz erzielt:

„Zu den wichtigsten Neuerungen gehört, dass Amazone die Aufträge künftig nicht mehr linear abwickelt, sondern zentral konsolidiert und parallel bearbeitet“, so Dirk Wohlgemuth.

Durch diesen abgestimmten Prozess und der Kombination aus vollautomatischer Behälterbereitstellung aus dem AKL und manueller Kommissionierung können deutlich verbesserte Durchlaufzeiten und eine hohe Leistungsfähigkeit erreicht werden.

Umzug im Gange

Der Neubau für die Produktionserweiterung in Bramsche steht inzwischen. Mit dem sukzessiven Umzug nimmt auch die neue Ersatzteillogistik in Leeden immer konkretere Formen an.

„Damit ist unser Ersatzteilmanagement bestens aufgestellt, um das angestrebte Wachstum in Zukunft zu bewältigen und einen zuverlässigen Kundendienst zu gewährleisten“, ist Carolin Wiebusch-Rakonjac überzeugt.

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