Ladungssicherung: Handelsunternehmen Bodan verzichtet beim Versand auf Folie

Der Bio-Großhändler hat sein Portfolio an Verpackungslösungen für die Logistik um textile Schutzhüllen für Rollwägen ergänzt.

Bio-Großhändler Bodan beliefert seine Kunden seit Kurzem mit einer Mehrweglösung für Rollwägen. Dadurch konnte das Unternehmen Stretchfolie einsparen. (Foto: Bodan)
Bio-Großhändler Bodan beliefert seine Kunden seit Kurzem mit einer Mehrweglösung für Rollwägen. Dadurch konnte das Unternehmen Stretchfolie einsparen. (Foto: Bodan)
Sandra Lehmann

Der auf ökologische Produkte spezialisierte Großhändler Bodan setzt seit August dieses Jahres eine neue Mehrweglösung für den Versand seiner Produkte auf Rollwägen ein: Mit Klett verschließbare textile Transporthüllen, die jeweils einen Leiselauf-Rollwagen umschließen. Die sogenannten „RolliCoats“, entwickelt von der RolliCoat GmbH aus Bodnegg, werden nach Anbieterangaben aus 100 Prozent Recyclingmaterial gefertigt von Vaude Professional, dem Industriekunden-Geschäft des Outdoor-Ausrüsters Vaude. Die RolliCoats können dabei – ergänzend zu bisherigen Mehrweg-Lösungen – überall dort zum Einsatz kommen, wo Spanngurte allein keine ausreichende Sicherung bieten. Sie ermöglichen es dem Bodan-Versand-Team eigenen Aussagen zufolge, beim Sichern der Bio-Lebensmittel auf Rollwägen bald ganz auf Stretchfolie zu verzichten – und zwar ohne einen nennenswerten Zusatzaufwand beim Transport, der negativ auf die CO2-Bilanz durchschlagen würde.

„Die Lösung leistet einen wichtigen Beitrag zur Abfallvermeidung, sorgt für einen sicheren Transport, schützt unsere wertvollen Bio-Lebensmittel und ist einfach in der Handhabung – für unser Versandteam genauso wie für die Mitarbeitenden in den Bioläden“, sagt Jan Pfäffle, Geschäftsleiter interne Logistik bei Bodan. „Daneben hat uns viel auch das zertifizierte Recycling-Material und seine Robustheit überzeugt wie auch der platzsparende Rücktransport – am Rolli hängend oder gefaltet“, so Pfäffle, der mit seinem Team zuvor diverse Alternativen getestet und verglichen hat.

Das Material sei wasserabweisend, waschbar und so robust, dass der Hersteller eine tausendfache Anwendbarkeit garantiert. „In unserem eigenen Betrieb, dem Frischdienst Eberle, haben wir die RolliCoats an über 260 Ausliefertagen im Jahr im Einsatz und sie sehen immer noch prima aus“, berichtet RolliCoat-Erfinder Jürgen Eberle. „Das Beste ist: Seit der Firmengründung 2017 haben wir von keinem unserer bisherigen Kunden eine Reklamation erhalten.“ Sollten doch einmal Schäden auftreten, bestehe die Möglichkeit zur Reparatur: Bei Vaude in Obereisenbach sorge das interne Reparatur-Team für eine professionelle Ausführung und schnellen Service. Vaude hat die Reparierbarkeit grundsätzlich schon in der Produktentwicklung angelegt, damit alle Produkte von der ersten Idee an so konzipiert sind, dass sie sich möglichst gut ausbessern lassen.

Strenge Material-Standards

Bei den RolliCoats wird laut Anbieter ausschließlich recyceltes Material verwendet, bei dessen Herstellung strengste Standards gelten, wie zum Beispiel das Bluesign-System. Es gelte als weltweit strengster Standard für Umwelt- und Verbraucherschutz in der Textilproduktion. Als eine Art Reinheitsgebot für die Textilherstellung sorge es dafür, dass in keiner Verarbeitungsstufe gefährliche Chemikalien verwendet werden. Dabei hat das Bluesign-System auch Ressourcenproduktivität, Arbeitssicherheit, Verbraucher-, Gewässer- und Emissionsschutz im Blick, so die RolliCoat GmbH.