Labeling: Rapunzel etikettiert trägerlos

Der Hersteller von Biolebensmitteln verzichtet beim Etikettieren teilweise auf silikonbasiertes Trägermaterial.

Bei Rapunzel in Legau wird nun teilweise ohne Trägermaterial etikettiert. (Foto: Rapunzel)
Bei Rapunzel in Legau wird nun teilweise ohne Trägermaterial etikettiert. (Foto: Rapunzel)
Sandra Lehmann

Der Bioprodukte-Spezialist Rapunzel Naturkost GmbH hat in einer seiner Verpackungslinien am Hauptsitz in Legau ein „InNo-Liner-Etikettiersystem“ des Anbieters Herma in Betrieb, das Label ohne das sonst übliche silikonbasierte Trägermaterial produziert. Das geht aus einer Pressemitteilung des Maschinenherstellers von Ende April hervor. Demnach basiert das System auf einer speziellen Klebstoffausführung sowie einer eigens dafür entwickelten Mikrozerstäubungseinheit, die erst im Moment des Verspendens für eine präzise, rein wasserbasierte Kleberaktivierung sorgt. Daher sei das bis dahin nicht klebende Etikettenmaterial ganz normal auf Rolle gewickelt.

Ein Plus der Anlage sei, dass nur das Etikett variabel bedruckt werde, das auch tatsächlich verspendet wird. Verwechslung oder fälschlicher Einsatz bereits gedruckter Etiketten seien dadurch sowohl bei Anlauf als auch bei Linienunterbrechungen ausgeschlossen. Aufgrund des fehlenden Trägermaterials passen laut Herma zudem mehr Etiketten auf eine Rolle als bei herkömmlichen Labeln. Das spare neben der kompletten Entsorgung auch Handling-, Lager- und Transportkosten. Rapunzel zufolge kann das Unternehmen durch die Nutzung trägerloser Etiketten mit nur einer Anlage rund 355 Kilogramm Abfall einsparen.

Effizienter Etikettiervorgang

Neben der höheren Betriebswirtschaftlichkeit sieht Rapunzel nach eigenen Aussagen das saubere Druckbild, die bessere Haftung sowie den effizienten Etikettiervorgang als Vorteile des Systems. „Das Herma InNo-Liner-System liegt mit dem Wegfall des Trägerbands voll auf unserer Linie“, so Alexander Karst, Abteilungsleiter Produktion bei Rapunzel.

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