Kritische Rohstoffe: EU setzt auf Ressourcenpartnerschaften

Das angekündigte Forum für die Partnerschaft für die Sicherheit von Mineralien hat sich auf die Fahnen geschrieben, rohstoffreiche Länder und Länder mit einer hohen Nachfrage nach diesen Ressourcen zusammenzubringen.

Die EU will ihre Abhängigkeiten in Sachen kritischer Rohstoffe reduzieren. (Bild: EU-Kommission)
Die EU will ihre Abhängigkeiten in Sachen kritischer Rohstoffe reduzieren. (Bild: EU-Kommission)
Therese Meitinger

Die EU, die USA und Teilnehmer der Mineralien-Sicherheitspartnerschaft (MSP) haben am 5. April gemeinsam mit Kasachstan, Namibia, der Ukraine und Usbekistan die Gründung eines neuen Forums für die Partnerschaft für die Sicherheit von Mineralien (MSP-Forum) angekündigt. Das Forum soll als neue Plattform für die Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen dienen, die für den globalen grünen und digitalen Wirtschaftswandel von entscheidender Bedeutung sind, wie eine Pressemitteilung berichtet.

Valdis Dombrovskis, Exekutiv-Vizepräsident und Kommissar für Handel, bezeichnete das Forum als einen Eckpfeiler der EU-Strategie zur Sicherung einer nachhaltigeren Versorgung mit wichtigen Rohstoffen:

„Mit dieser globalen Initiative wollen wir sicherstellen, dass die internationale Zusammenarbeit der Aufgabe gewachsen ist, Investitionen zu steigern, Lieferketten zu diversifizieren und allen Beteiligten nachhaltige Vorteile zu bringen. Gemeinsam können wir den Übergang zu einer nachhaltigeren Zukunft schaffen.“

Mineralien-Sicherheitspartnerschaft erweitern

Das Forum hat sich auf die Fahnen geschrieben, rohstoffreiche Länder und Länder mit einer hohen Nachfrage nach diesen Ressourcen zusammenbringen. Damit soll eine größere, ehrgeizigere gemeinsame Initiative zusammen mit der Mineralien-Sicherheitspartnerschaft geschaffen werden, in der die Europäische Kommission die EU vertritt. Die Mitgliedschaft in dem Forum stehe allen Partnern offen, die bereit sind, sich zur Diversifizierung der globalen Lieferketten, hohen Umweltstandards, verantwortungsvoller Unternehmensführung und fairen Arbeitsbedingungen zu bekennen, heißt es vonseiten der EU. Die EU und die Vereinigten Staaten wollen das neue Forum gemeinsam leiten.

Die EU und Usbekistan haben laut der Pressemitteilung darüber hinaus eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet, mit der eine strategische Partnerschaft im Bereich kritischer Rohstoffe begründet wird. Diese Vereinbarung stelle einen bedeutenden Schritt zur Sicherung einer diversifizierten und nachhaltigen Versorgung mit kritischen Rohstoffen für den grünen und digitalen Wandel sowohl in der EU als auch in Usbekistan dar, so die EU.

Die von Valdis Dombrovskis, dem Exekutivvizepräsidenten der Europäischen Kommission, und Laziz Kudratov, dem usbekischen Minister für Investitionen, Industrie und Handel, unterzeichnete Absichtserklärung soll das gemeinsame Engagement der Partner für eine verstärkte Zusammenarbeit in diesem Bereich unterstreichen.