Kritische Komponenten: One Data und VW-Gruppe vereinbaren Zusammenarbeit zur Lösung der ungleichen Verteilung

One Datas AI-Matching-Plattform „Wavetrade“ ermöglicht den Tausch sowie den An- und Verkauf von Halbleitern und Chips.

Die KI-basierte Matching-Plattform „Wavetrade“ bietet ihren Teilnehmern Zugang zum überschüssigen Bestand von kritischen Komponenten der beteiligten Partner. (Foto: One Data)
Die KI-basierte Matching-Plattform „Wavetrade“ bietet ihren Teilnehmern Zugang zum überschüssigen Bestand von kritischen Komponenten der beteiligten Partner. (Foto: One Data)
Matthias Pieringer

Das Passauer Softwareunternehmen One Data hat am 8. Dezember eine Zusammenarbeit mit der Volkswagen-Gruppe bekannt gegeben. Ziel sei es, der ungleichen Verteilung von kritischen Komponenten entgegenzuwirken. Auch wenn die globalen Lieferketten nicht mehr so belastet seien wie in den vergangenen Monaten, herrsche diesbezüglich trotzdem ein signifikantes Ungleichgewicht, so One Data. Die AI-basierte Matching-Plattform „Wavetrade“ soll dieses Problem lösen, indem sie den Tausch sowie An- und Verkauf von Halbleitern und Chips ermöglicht sowie ihren Teilnehmern Zugang zum überschüssigen Bestand von kritischen Komponenten der beteiligten Partner bietet.

„Der Aufwand, um kritische Komponenten ohne eine systematische Plattform untereinander zu handeln, ist äußerst hoch. Die Wavetrade-Plattform kann dazu beitragen, die Liquidität unserer Lieferanten zu stärken und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten zu gewährleisten. Sie kann als Best-Practice-Beispiel für die Sharing Economy angesehen werden, da sie Produktionsstopps verhindert und Überkapazitäten abbaut“, sagte Karsten Schnake, Head of the operative and strategic semiconductor taskforce COMPASS bei der Volkswagen AG.

Teilnehmer der Plattform steigern damit der Mitteilung zufolge die Resilienz ihrer Lieferkette, können Überkapazitäten abbauen und dadurch das Net Working Capital optimieren, die Nachhaltigkeit von Warenströmen verbessern sowie von den Chip-Kapazitäten anderer Branchen profitieren, da Wavetrade Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen hat und nicht nur auf den Automotive-Sektor beschränkt ist.

„Gestörte Lieferketten und Überkapazitäten haben viel mit mangelhafter Information zu tun, da das Wissen fehlt, ob die benötigten Chips noch irgendwo im Markt vorhanden sind oder an anderer Stelle benötigt werden. Bislang konnte dieser Abgleich nur unsystematisch und kurzfristig mit personalintensiven Taskforces erfolgen. Wavetrade schafft hier Transparenz und ermöglicht es gleichzeitig, aktiv gegenzusteuern“, sagte Dr. Stefan Roskos, Geschäftsführer der One Data GmbH.