Kooperation: UNICEF und Flexport wollen humanitäre Lieferketten stärken

Die Zusammenarbeit bezieht sich unter anderem auf Notfalllogistik-Lösungen, den Transport von Hilfsgütern und strategische Lieferkettenplanung.

Die Zusammenarbeit von UNICEF und Flexport begann bereits 2021. (Bild: Flexport)
Die Zusammenarbeit von UNICEF und Flexport begann bereits 2021. (Bild: Flexport)
Therese Meitinger

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF und Flexport.org, der Impact-Arm der digitalen Spedition Flexport, haben am 24. Mai eine erneute Zusammenarbeit angekündigt, die das Ziel hat, den Zugang zu humanitärer Hilfe weltweit zu verbessern. Insbesondere soll dies durch effizientere, effektivere und nachhaltigere Lieferketten geschehen, wie die Kooperationspartner mitteilten.

Mit der nun verkündeten Partnerschaft wollen Flexport und UNICEF an eine Kooperation anknüpfen, die bereits 2021 begonnen hat. So wurden einer Mitteilung zufolge in den vergangenen zwei Jahren bereits rund 50.000 Tonnen bewegt, um Kindern und ihren Familien in Afghanistan, Tschad, Äthiopien, Pakistan, der Ukraine, Venezuela und im Jemen Zugang zu lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen zu ermöglichen. Die im Rahmen der Partnerschaft bereitgestellten Transportkosten für therapeutische Spezialnahrung, Impfspritzen, Windeln, Decken und Wassertanks sowie die Wiederauffüllung von Lagerbeständen und Kühllagerung beliefen sich demnach in der Zeit auf gut zwei Millionen US-Dollar. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit wurde laut den Kooperationspartnern zunächst auf weitere drei Jahre festgelegt.

Vier Handlungsfelder stehen im Fokus

Mit der neuen Partnerschaftsvereinbarung soll humanitäre Hilfe weltweit durch folgende, zentrale Säulen der Zusammenarbeit gestärkt werden, die UNICEF dabei unterstützen, den Transport von und Zugang zu lebenswichtigen Gütern zu verbessern:

  • Strategische Lieferketten-Planung, um den Zugang zu lebenswichtigen Gütern an schwer zugänglichen Orten der Welt zu verbessern
  • Der Transport von UNICEF-Hilfsgütern per Seefracht, Luftfracht oder dem Landweg
  • Notfalllogistik-Lösungen, die die Vorpositionierung von Gütern, einen schnellen Transport und logistische Unterstützung in betroffenen Gebieten durch Lagerung und Verteilung von Waren sowie Transport- und Kommunikationsdienste umfassen
  • Lösungen zur nachhaltigeren Gestaltung der Lieferketten, wie zum Beispiel die Verwendung von alternativen Kraftstoffen oder die Implementierung von innovativen Technologien, um die Transparenz und Kommunikation in der Lieferkette zu verbessern

„Der reibungslose Transport von Hilfsgütern ist ein wichtiger aber auch komplexer Aspekt der weltweiten humanitären Hilfe", sagt Kristen Dohnt, Head of Flexport.org. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und darauf, unsere Technologie- und Branchenexpertise mit dem weitreichenden Netzwerk an humanitären Einsätzen von UNICEF zu kombinieren, um Kindern und deren Familien lebenswichtige Hilfsgüter zur richtigen Zeit bereitzustellen."

„Die Lieferketten stehen besonders in Not- und Ausnahmesituationen unter enormem Druck. Die Partnerschaft mit Flexport.org wird UNICEF helfen, Engpässe innerhalb der Lieferketten frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen, um die wichtigsten Hilfsgüter in Krisenzeiten schnell an Kinder und ihre Familien zu liefern”, sagt Etleva Kadilli, Director UNICEF Global Supply and Logistics Operations.

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