Kooperation: Budbee und Instabox schließen sich zusammen

Die beiden schwedischen KEP-Unternehmen wollen ihr Know-how bündeln, um die Lieferung auf der letzten Meile zu verbessern.

Alexis Priftis (li.) und Fredrik Hamilton, Gründer von Budbee, fusionieren ihre Unternehmen zum neuen Joint Venture Instabee. (Fotos: Instabox und Budbee)
Alexis Priftis (li.) und Fredrik Hamilton, Gründer von Budbee, fusionieren ihre Unternehmen zum neuen Joint Venture Instabee. (Fotos: Instabox und Budbee)
Sandra Lehmann

Instabox und Budbee, zwei in Schweden gegründete Lieferunternehmen für die letzte Meile,  beabsichtigen ihre Kräfte unter einer neuen Holdinggesellschaft, Instabee, zu bündeln. Das geht aus Pressemeldungen beider Unternehmen von September hervor. Der Unternehmenszusammenschluss, vorbehaltlich der üblichen behördlichen Genehmigung durch die schwedische Wettbewerbsautorität, würde demnach eine neue Gruppe schaffen, die in der Lage wäre, neue Mittel zu investieren und den Markt für verbraucherorientierte und nachhaltige Last-Mile-Lieferungen für den E-Commerce weiter voranzutreiben. Instabox wurde 2015 in Stockholm gegründet und ist auf die Belieferung intelligenter automatischer Paketschließfächer spezialisiert.

Aus Instabox und Budbee wird Instabee

Instabox hat sein Angebot im Jahr 2021 um Lieferungen nach Hause erweitert und ist heute in fünf Ländern tätig (Schweden, Norwegen, Dänemark, Niederlande und Deutschland). Budbee wurde 2016 mit einem anfänglichen Fokus darauf gegründet, Lieferungen nach Hause intelligenter, schneller und bequemer für die Verbraucher zu machen. Budbee fügte 2020 Paketschließfächer hinzu und ist heute in fünf Ländern vertreten (Schweden, Finnland, Dänemark, Niederlande und Belgien). Die beiden Unternehmen wurden bis heute von ihren jeweiligen Gründern geleitet, die weiterhin eine aktive Rolle spielen werden. Bei Instabee werde der Gründer des Unternehmens Budbee, Fredrik Hamilton, die Position als CEO einnehmen und der Gründer von Instabox, Alexis Priftis, wird Executive Chairman of the Board.

„Ich habe meine Pläne von Anfang an langfristig angelegt, und dieser Wechsel ist eine großartige Gelegenheit, etwas wirklich Wesentliches zu schaffen. Ich habe Instabox natürlich aufmerksam verfolgt während der vergangenen Jahre und bin beeindruckt von ihrer Entwicklung. Das fühlt sich nach einem perfekten Match an. Ich freue mich darauf, alle meine neuen Kollegen kennenzulernen. Gemeinsam werden wir Großes erreichen“, sagt Hamilton.

„Ich denke, dass dies eine großartige Kombination zwischen zwei Unternehmen ist, die viele gemeinsame Werte teilen. Der gegenseitige Respekt und die Bewunderung sind seit Langem gewachsen, und ich bin froh, dass wir jetzt hinter dem gemeinsamen Ziel stehen, die Welt des E-Commerce-Versands zu verändern. Besonders unsere Besessenheit vom Kundenerlebnis und Nachhaltigkeit liegen uns am Herzen. Ich bin begeistert zu sehen, was wir gemeinsam erreichen können“, so Priftis.

Das neue Unternehmen hat einen Wert von 18 Milliarden schwedischen Kronen (1,8 Milliarden Euro), und die Gründer werden zusammen mit der schwedischen Beteiligungsgesellschaft Kinnevik die größten Investoren sein, eine Liste, die auch Creades, EQT, Verdane, AMF, Stena Sessan, H&M, CNI, Nordic und Tham Invest, und weitere, enthält.