Kontraktlogistik: Flexibilität ist Trumpf für die Zufriedenheit

Die Anpassungsfähigkeit des Logistikdienstleisters ist signifikant für eine positive Geschäftsbeziehung mit dem Verlader – dies zeigt eine Studie zur Zufriedenheit in der Kontraktlogistik.

Flexibilität ist Trumpf, besagt eine Studie zur Zufriedenheit in der Kontraktlogistik. (Foto: ronstik/AdobeStock)
Flexibilität ist Trumpf, besagt eine Studie zur Zufriedenheit in der Kontraktlogistik. (Foto: ronstik/AdobeStock)
Matthias Pieringer

Wie zufrieden sind Verlader mit bestehenden Kontraktlogistik-Geschäftsbeziehungen? Und was sind die Treiber für Zufriedenheit oder Unzufriedenheit in der Kontraktlogistik? Mit diesen Fragen hat sich das Logivisor Institute in Zusammenarbeit mit der WHU – Otto Beisheim School of Management auseinander gesetzt - im Rahmen einer Online-Marktbefragung, die an rund 300 Verlader in Deutschland verschickt wurde. Ziel war es laut dem Logivisor Institute, durch die „Zufriedenheits-Studie Kontraktlogistik 2021“ die Stellschrauben zu identifizieren, die die Zusammenarbeit zwischen Verladern und Dienstleistungspartnern nachhaltig verbessern können.

Anpassungsfähigkeit des Logistikdienstleisters gefragt

Wie das Logivisor Institute kürzlich mitteilte, zeigt die Auswertung, dass natürlich die operative Leistung der Logistikdienstleister die Basis einer zufriedenen Geschäftsbeziehung darstellt. „Fehlt diese Grundlage werden Geschäftsbeziehungen frühzeitig beendet. Überraschend jedoch ist die Relevanz der Anpassungsfähigkeit des Logistikpartners für den Zufriedenheitsgrad. Nur wer flexibel auf sich verändernde Umstände des Verladers reagieren kann, erhält auch langfristig den Zuschlag. Hierin spiegeln sich auch die häufigen (Prozess-)Änderungen in der Logistik der Verlader wider. Eine zusätzliche Brisanz erhält der Faktor durch die doch recht lange Dauer der Geschäftsbeziehungen – im Schnitt liegt diese bei den Befragten bei gut neun Jahren“, hieß es.

Wichtige Entscheidungen und eigene Interessen

Nachholbedarf sehen die befragten Verlader demzufolge vor allem beim proaktiven Aufzeigen von Einsparpotenzialen sowie der Umsetzungsgeschwindigkeit von Prozessänderungen durch den Dienstleister. Eine weitere Erkenntnis: „Eindeutig negativen Einfluss auf die Zufriedenheit mit der Geschäftsbeziehung hat die Erkenntnis der Verlader, bei wichtigen Entscheidungen die eigenen Interessen aktiv in den Vordergrund stellen zu müssen – nur wenige sehen sich durch vertragliche Mechaniken gut gerüstet ihre Interessen adäquat durchzusetzen.“

„Die Ergebnisse der Studie tragen zu einem besseren Verständnis von Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit bei. Bei den vertraglichen Grundlagen sowie der aktiven Gestaltung der Art der langfristigen Zusammenarbeit, sehen wir eindeutig Handlungsbedarf“, sagte Stephan Meyer, Co-Autor der Studie und geschäftsführender Gesellschafter der Logivisor Institute GmbH.

Über das Logivisor Institute

Die 2020 in München gegründete Logivisor Institute GmbH ist ein Joint Venture der geschäftsführenden Gesellschafter Kuno Neumeier (CEO der Logivest Gruppe, München) und Stephan Meyer (Inhaber von Stephan Meyer Management Consulting, Greven). Das Netzwerk für Vertreter von Handels- oder Industrieunternehmen möchte das Vertrauensverhältnis zwischen Logistikdienstleistern und Verladern auf der Basis von Fairness, Nachhaltigkeit und Verantwortung optimieren. Über einen konstanten vertraulichen Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zwischen Entscheidern aus Industrie und Handel sollen hierzu Ansätze für die Verbesserung der Zusammenarbeit mit Logistikdienstleistern entwickelt werden.

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