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Konjunkturentwicklung: Droht dem Wirtschaftsfeld Logistik eine Krise?

Eine gebremste Konjunktur macht der Wirtschaft zu schaffen. Doch muss sich der Geschäftsbereich Logistik auf eine Krise einstellen?

Ist Ausschau halten nach besseren Zeiten angesagt? Dieser Frage widmet sich die Titelgeschichte von LOGISTIK HEUTE 6/2019. (Foto: Micropix, Adobe Stock)
Ist Ausschau halten nach besseren Zeiten angesagt? Dieser Frage widmet sich die Titelgeschichte von LOGISTIK HEUTE 6/2019. (Foto: Micropix, Adobe Stock)
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Therese Meitinger

Wie geht es dem Wirtschaftsbereich Logistik? Die Antwort auf diese simple Frage ist weit weniger einfach, lässt sie sich doch über eine Vielzahl von Parametern beantworten, die in Summe ein eher heterogenes Bild ergeben. Dass es erste Zeichen einer Eintrübung gibt, gilt jedoch als sicher. So lag etwa der als Frühindikator geltende Einkaufsmanager-Index (EMI) des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) zwischen Januar und April 2019 über einen Zeitraum von vier Monaten hinweg unter der Wachstumsschwelle von 50,0 Punkten.

Wirtschaftsbereich Logistik für das Gesamtjahr 2019 zwar ein Wachstum von 1,7 Prozent. „Das berechnete Wachstum ist jedoch stark von Kostenzunahmen anhängig, von der Annahme, dass viele Faktoren in der Logistik teurer werden“, gibt der Logistikweise Prof. Dr. Christian Kille von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt gegenüber LOGISTIK HEUTE zu bedenken. Täuscht ein moderates Wachstum durch Faktoren wie den Fachkräftemangel also über eine drohende Krise hinweg?

Schlechte Stimmung, bessere Lage?

„Die Lage ist deutlich besser als die Stimmung“, warnt hingegen Robert Blackburn, Vorsitzender des Vorstands der Bundesvereinigung Logistik (BVL), in seinem Kommentar anlässlich der Vorstellung des „Logistik-Indikators“ der BVL vor übertriebener Sorge. „Immer noch sind die Auftragsbücher ordentlich gefüllt und die Unternehmen klagen, dass sie kein Personal finden.“

„Es besteht eine große Unsicherheit, die in jüngster Zeit spürbar zugenommen hat“, beschreibt Dr. Steffen Wagner, Head of Transport & Leisure bei der Unternehmensberatung KPMG die Stimmung bei Transport- und Logistikdienstleistern. Angesichts politischer Unwägbarkeiten wie dem Brexit und dem Handelskonflikt zwischen den USA und China herrsche ein Klima abnehmender Gewissheiten. Anders als zu Beginn der Trumpschen Präsidentschaft seien sich viele Unternehmen nicht mehr sicher, dass es lediglich zu einer Verschiebung der Tradelanes der Europäer von den USA in Richtung Asien kommen werde.

Prognosen werden schwieriger

Hinzukommen neue Geschäftsmodelle wie E-Commerce, die die Volatilität des Marktes zusätzlich verstärken. Da es zunehmend schwer wird, die Nachfrage nach gewissen Mengen zu antizipieren, können die meisten Anbieter aus der eigenen Vergangenheit kaum noch Schlüsse für die Zukunft ableiten.

Was bedeutet all das für Geschäftsstrategien? Auf welche Entwicklungen müssen sich Unternehmen im Wirtschaftsfeld Logistik einstellen? In der Titelstory von LOGISTIK HEUTE 6/2019 haben wir Experten um ihre Einschätzung zur Konjunkturentwicklung gebeten. Die Ausgabe ist am 21. Juni erschienen.

Fragen und Antworten

Welchen Einflüssen ist eine Containerladung auf einer Seereise und beim Transport über Land ausgesetzt? Um dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen, haben mehrere Technologieunternehmen und der Hafen Rotterdam das Projekt „Container 42“ ins Leben gerufen.

Auf ihrer Weltreise machte die „hyperintelligente“ Stahlkiste vom 4. bis 7. Juni nun auf der Messe transport logistic in München Station. Der rote Container, auf dem in großer weißer Schrift die „42“ prangt, hat Sensoren und Kommunikationstechnologie an Bord.

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