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Kongress: Systeme steuern sich selbst

Beim Deutschen Materialfluss-Kongress diskutierten 400 Teilnehmer über Industrie 4.0.
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Redaktion (allg.)

Angesichts der steigenden Komplexität in Industrie- und Handelsprozessen seien auch in der Logistik neue Denkansätze gefragt, konstatierten Experten, darunter David Schröder, Geschäftsführer der Berliner Zalando Operations GmbH, beim 23. Deutschen Materialfluss-Kongress (MFK). Den Kongress hielt die Düsseldorfer VDI Wissensforum GmbH am 20. und 21. März am Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (FML) der TU Garching ab.

Von knapp 400 Teilnehmern berichtete Gastgeber Prof. Dr. Willibald A. Günthner, Leiter des Lehrstuhls fml. Von diesen 400 hatten sich etwa 50 Teilnehmer für die zweitägige VDI-Konferenz „Automobillogistik“ angemeldet, die erstmals parallel zum Materialfluss-Kongress stattfand. Unter den Teilnehmern befanden sich auch etwa 65 Studenten, die von den Ausstellern umworben wurden.

Neben Praxisbeispielen aus der Produktionslogistik stand das Kongressmotto „Industrie 4.0“ im Mittelpunkt der Veranstaltung. Denn Logistik- und Materialflusssysteme sind laut Günthner das Rückgrat der „Smart Factory". Deren Kern bilden digital vernetzte „Social Machines", wie Bearbeitungszentren oder Montagelinien, die selbstständig den Produktionsprozess steuern und optimieren. „Die Logistik muss sich unter Integration der Ansätze von Industrie 4.0 zum Cyber-Physical-Logistics-System weiterentwickeln", stellte Günthner fest. Die Basis hierfür werde durch die Entwicklung dezentraler Steuerungskonzepte und damit der Abkehr von heutigen, hierarchisch aufgebauten Systemen gelegt.

Zu den technischen Innovationen der Zukunft zählen laut dem Wissenschaftler beispielsweise autonome Technologien, wandlungsfähige Logistiksysteme sowie unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten der Bildverarbeitung. Als Beispiel nennt er die Fördertechniklösung „FlexConveyor“, für die die Flexlog GmbH aus Karlsruhe und die Gebhardt Fördertechnik GmbH aus Sinsheim am Rande des Kongresses den „VDI-Innovationspreis Logistik 2014“ erhielten (LOGISTIKHEUTEberichtete).

Der Fokus der aktuellen Industrie 4.0-Bemühungen liege derzeit aber auf der Produktionsautomatisierung, stellte Mathias Thomas klar. Der Geschäftsführer des Karlsruher IT- und Beratungsunternehmens Dr. Thomas + Partner GmbH & Co. KG betonte: „Aus der Vergangenheit haben wir gelernt, dass eine Adaption von der universitären Forschung in die Industrie oftmals nicht so einfach ist, wie uns das die Theorie glauben lassen möchte."

Ein ausführlicher Nachbericht über den Deutschen Materialfluss-Kongress wird in der kommenden Ausgabe 4/2014 von LOGISTIKHEUTEerscheinen.

(akw)
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