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Kongress: Neue Seidenstraße – Chancen erkennen und nutzen

Am 2. Oktober diskutierten Experten in Nürnberg geo- und wirtschaftspolitische Aspekte der Neuen Seidenstraße.

Im Unternehmerpanel wurden Erfahrungen und Empfehlungen zum Geschäftseinstieg entlang der Neuen Seidenstraße ausgetauscht. (Foto: Melanie Endres)
Im Unternehmerpanel wurden Erfahrungen und Empfehlungen zum Geschäftseinstieg entlang der Neuen Seidenstraße ausgetauscht. (Foto: Melanie Endres)
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Melanie Endres

Der Kongress „Seidenstraße 2019 – Handeln in neuen Märkten“, der am 2. Oktober in Nürnberg stattfand, hat geo- und wirtschaftspolitische Aspekte der „Belt and Road“-Initiative (BRI) zum Thema gehabt. Vertreter aus Wirtschaft und Politik stellten ihre Sicht der Dinge vor und leiteten anhand von konkreten Projekten Handlungsempfehlungen ab. Die Teilnehmerzahl von rund 250 war laut Veranstalter NürnbergMesse ähnlich hoch wie im vergangenen Jahr und verdeutliche die Wichtigkeit des Themas „Neue Seidenstraße“.

Chancen und Herausforderungen

Dass es „höchste Eisenbahn“ ist, um „aktiver zu werden“, gab Markus Lötzsch, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg für Mittelfranken, in seiner Eröffnungsrede zu bedenken. Dass es bereits europäische Aktivitäten in Sachen Neue Seidenstraße gebe, es nur niemand mitbekomme, erwiderte hingegen Thomas König, Referent Asien-Pazifik-Ausschuss beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK).

Geschäftseinstieg in der Praxis

Neben wirtschaftspolitischen Themen gab der Kongress Unternehmen aber auch die Möglichkeit sich über Erfahrungen und Empfehlungen zum Geschäftseinstieg entlang der Neuen Seidenstraße auszutauschen. Im Unternehmerpanel dazu berichteten Praktiker wie Max Bögl, die Herrenknecht AG und Rödl & Partner von ihren langjährigen Projekterfahrungen.

Einig war sich die Diskussionsrunde darüber, dass es sinnvoll ist Know-how zu exportieren und nicht als Generalunternehmer tätig zu sein. Denn für viele der asiatischen Projekte fehle es den europäischen Unternehmen an Kapazitäten, so der Tenor. Laut Johann Bögl, Gesellschafter der Firmengruppe Max Bögl, sollte man sich auf besondere und gefragte Kenntnisse spezialisieren und als Partner bei verschiedenen Projekten tätig sein.

Neue Transportrouten und Absatzmärkte

Ob als Subunternehmer, Zulieferer oder Kooperationspartner in Drittmärkten – eine Beschäftigung mit der Thematik lohnt sich der NürnbergMesse zufolge. Auch Lisa Flatten, Kongress-Sprecherin und Deputy Director Asien-Pazifik bei Germany Trade and Invest (GTAI) schätzte dies so ein:

„Deutsche Unternehmen können von indirekten Effekten profitieren, beispielsweise von neuen und schnelleren Transportrouten. Durch den Ausbau der Infrastruktur und die dadurch angestoßene wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern entlang der Route könnten für deutsche Firmen zukünftig überdies neue Absatzmärkte entstehen.“

„Chinas Belt and Road-Initiative wird die Weltwirtschaft entscheidend prägen und zahlreiche neue Wirtschaftsregionen entstehen lassen. Davon können europäische Unternehmen profitieren“, zeigte sich bereits im Kongress-Vorfeld Dr. Roland Fleck, CEO der NürnbergMesse, sicher.

Mit der Initiative zur Neuen Seidenstraße hatte die Volksrepublik China im Jahr 2013 eine Strategie zum Ausbau ihrer Handelswege formuliert. Aber nicht nur die Verbindungen zwischen China und der Welt, sondern auch die Wirtschaft in den zahlreichen Regionen entlang der Route soll von der Neuen Seidenstraße profitieren.

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