Kommissionieren: Pluripharm Groep verbessert Rezeptverarbeitung mithilfe der Inther Group

Die neue Software- und Kommissionierlösung bietet ein optimiertes Lagerreservierungssystem.

Der Medikamentengroßhändler Pluripharm hat mit Central Filling seine Rezeptverarbeitung optimiert. (Foto: Pluripharm)
Der Medikamentengroßhändler Pluripharm hat mit Central Filling seine Rezeptverarbeitung optimiert. (Foto: Pluripharm)
Sandra Lehmann

Die Pluripharm Groep hat im Rahmen eines Pilotprojektes für ihre Intralogistik im Zentrallager am Firmensitz in Alkmaar mit einer neu entwickelten Central-Filling-Lösung der niederländischen Inther Group die Rezeptbearbeitung vereinfacht. Das gab die Inther Group kürzlich bekannt. Basierend auf dem modularen, flexiblen „Warehouse Execution System (WES) Inther LC“ des Anbieters, einer A-Frame-Installation zur kompakten Lagerung und automatisierten, auftragsgerechten Kommissionierung behälterfähiger Artikel sowie der intelligenten Zusammenführungs- und Abfüllstation, könne der Pharmagroßhändler seinen Bestellkunden ein verbessertes Lagerreservierungssystem bieten.

Übertragung in Echtzeit

Dazu werden Inther zufolge die im Hostsystem des Großhändlers erfassten Bestellungen und Auftragsdaten nahezu in Echtzeit an das Inther LC übertragen. Damit werde einerseits der für die Auftragsbearbeitung tatsächlich verfügbare Bestand für die bestellenden Apotheken reserviert. Andererseits böten die Daten bei Wiederholungsmedikationen eine berechenbare Grundlage für die optimale Medikamentenbevorratung des Großhändlers zur Versorgung seiner Kunden. Überdies sorge die Lösung in den operativen Alltagsprozessen dafür, dass Pluripharm Groep mit Abschluss der Kommissionierung die angebundenen Bestellkunden direkt über den aktuellen Bearbeitungsstatus und die bevorstehende Auslieferung informieren kann.

„Central Filling ist eine intelligente Ergänzung des Inther-Portfolios und bietet ein Gesamtpaket von Lösungen, die insbesondere auf die pharmazeutische Industrie ausgerichtet sind“, fasst Martijn Herder, CEO der Inther-Gruppe, zusammen. „Die Besonderheit der Lösung besteht neben der Effizienz in der 100-prozentigen Kontrolle durch Integration der von Inther entwickelten Prüf-Software Inther-FMD.“

Das Central Filling beginne mit der Weiterleitung und Zusammenführung der Rezepte über das Host-System an das WES Inther LC. Das WES verteilt die Kommissionieraufträge wegeoptimiert an verschiedene Kommissionierbereiche einschließlich des A-Frames. Von dem Förderband des A-Frames werden die Medikamentenpackungen in Transportbehälter übergeben. Fördertechnik führe die Behälter an eine der von Inther eingerichteten 16 Central Filling Stationen. Mit der Central Filling-Anlage starten die Mitarbeiter dort die Auftragsbearbeitung auf Patienten- oder Rezeptebene. Die Bediener scannen zunächst den Quellbehälter, in dem bis zu 20 Patientenaufträge gesammelt werden können. Anschließend werden die Artikel einzeln gescannt. Handelt es sich um einen FMD-Artikel (Falsified Medicines Directive), werde dieser durch die Integration von „Inther FMD“ automatisch am National Medicines Verification System abgezeichnet.

Kommissionierung über Pick-by-Light

Für den weiteren Verlauf der Zusammenführung und Versandbereitstellung werde pro Artikel ein Patientenetikett gedruckt und auf der Artikel aufgebracht. Unterstützt von einem Pick-to-Light-System werden die Artikel je Patient oder Rezeptvorgabe auf transparente, sogenannte Blockbeutel verteilt und zusammengefasst. Sensible Sensortechnik überprüfe dabei, ob die einzelnen Artikel tatsächlich in den richtigen Blockbeutel eingelegt wurden. Die Beutel sind unter einem Gitterrost auf der Arbeitsfläche der Stationen angebracht – pro Arbeitsstation 20 Zielbeutel respektive Einzelaufträge. Wenn alle Artikel rezeptgemäß verteilt sind, werden die Blockbeutel einzeln entnommen und ein Patientenetikett gedruckt, das auf der Vorderseite des Beutels angebracht wird. Die Verpackungen werden schließlich in Ausgangsbehälter gelegt, mit denen die Apotheke in einem Mehrweg-Kreislaufsystem beliefert werden, heißt es vonseiten des Anbieters.

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