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Kombinierter Verkehr: Wie geht es weiter im Projekt Future Trailer?

LKZ Prien präsentiert Zwischenergebnisse auf der transport logistic.
Transport logistic 2017 in München: Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (7. von links) machte sich ein Bild vom Projekt Future Trailer. (Von links: Stefan Rummel (Messe München); Alexander Ochs (Bayernhafen); Patrick Zilles (TX Logistik); Roland Klement (Schmitz Cargobull); Mirko Pahl ( TX Logistik); Karl Fischer (LKZ Prien); Joachim Herrmann (Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr); Renato Mazzoncini (Ferrovie dello
Transport logistic 2017 in München: Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (7. von links) machte sich ein Bild vom Projekt Future Trailer. (Von links: Stefan Rummel (Messe München); Alexander Ochs (Bayernhafen); Patrick Zilles (TX Logistik); Roland Klement (Schmitz Cargobull); Mirko Pahl ( TX Logistik); Karl Fischer (LKZ Prien); Joachim Herrmann (Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr); Renato Mazzoncini (Ferrovie dello
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Matthias Pieringer

Das Logistik-Kompetenz-Zentrum Prien (LKZ) hat auf der Fachmesse transport logistic 2017 in München erste Zwischenergebnisse des Projekts „ Future Trailer for road and rail“ vorgestellt. „Zum ersten Mal haben Vertreter von Waggon- und Sattelaufliegerherstellern, Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie Experten aus dem Bereich Infrastruktur an einem Tisch zusammen gesessen, um gemeinsam an diesem neuen Standard zu entwickeln", sagte Karl Fischer, Geschäftsführer der LKZ Prien GmbH, über die Herausforderung des Projekts.

Bahntauglichkeit gefragt

Es gehe darum, die Kompatibilität zwischen Sattelauflieger, Eisenbahnwaggon und Infrastruktur zu verbessern. „Die vielen Fachgespräche auf der Messe haben gezeigt, wie groß das Interesse der Branche an einem einheitlichen Standard für einen bahntauglichen Sattelauflieger ist", sagte Fischer. Die Ergebnisse dieser Gespräche würden in die weitere Entwicklung einbezogen. Bis Ende 2017 sollen endgültige Ergebnisse des Projekts vorliegen und ein Standard soll stehen.

Auf Straße undSchiene

Ziel ist es laut LKZ Prien, einen standardisierten Hüllenraum für den Intermodalverkehr der Zukunft zu entwickeln und eine flexible Nutzung des Sattelaufliegers auf Straße und Schiene zu ermöglichen. Zwar könnten, so das LKZ Prien, nicht-kranbare Sattelauflieger mithilfe zum Beispiel von Spezialplatten auch für den Kombinierten Verkehr nutzbar werden, ausgelegt seien sie jedoch weiterhin primär für die Geschwindigkeit des Straßenverkehrs. Hier setzt das Projekt Future Trailer an, das die LKZ Prien GmbH und die Zitzelsperger Spedition & Logistik Gmbh & Co. KG initiiert und mit ihren Projektpartnern, der Schmitz Cargobull AG, Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH, Wilhelm Schwarzmüller GmbH und TX Logistik AG, fortgeführt haben, und geht einen Schritt weiter: nämlich einen bahntauglichen Standard zu entwickeln, der der Geschwindigkeit des europäischen Güterverkehrs gewachsen ist und durch das standardisierte Maß unter anderem eine automatisierte Abwicklung des Verladeprozesses ermöglicht.

Bayerischer Wunsch

Auch der bayerische Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU), dessen Ministerium das Projekt fördert, machte sich am 10. Mai auf der transport logistic ein Bild von einem ersten ausgestellten Future Trailer. Im Rahmen einer Forumsveranstaltung auf der Messe betonte Herrmann zudem die Bedeutung des intermodalen Verkehrs für die Verkehrspolitik des Freistaats: Für eine effizientere Verkehrsabwicklung müsse man ein optimiertes Zusammenspiel der Transportmöglichkeiten erreichen, unterstrich der Minister.

Das LKZ Prien ist ein Innovationszentrum für kundenorientierte Logistiklösungen. Gesellschafter sind der Landkreis Rosenheim, die Marktgemeinde Prien sowie die IHK für München und Oberbayern.

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