Kombinierter Verkehr: Plattform für den Umschlag nicht kranbarer Trailer

Die Version 3.0 des Umschlagsystems „NiKRASA“ benötigt keine Terminalrampe mehr und ist stapelbar.

Bei den Handlingzeiten gibt es bei NiKRASA laut Anbieter keinen zeitlichen Mehraufwand mehr gegenüber einem kranbaren Trailer. (Bild: TX Logistik)
Bei den Handlingzeiten gibt es bei NiKRASA laut Anbieter keinen zeitlichen Mehraufwand mehr gegenüber einem kranbaren Trailer. (Bild: TX Logistik)
Therese Meitinger

Die Troisdorfer TX Logistik AG, eine Tochter der Mercitalia-Gruppe, hat am 22. September die dritte Generation ihres Umschlagsystems „NiKRASA“ vorgestellt. Das System, mit dem sich auch nicht kranbare Sattelauflieger unkompliziert auf die Schiene verladen lassen sollen, ist nach Unternehmensangaben verbessert und im Vorfeld erfolgreich im Bahn- und Terminalbetrieb getestet worden. Die neu konstruierte Version 3.0 benötige nun keine Terminalrampe mehr, sei stapelbar und für Bahntransport von Megatrailern noch einmal optimiert worden, heißt es.

Verladegestell ohne Vorbereitung umschlagen

Basis für die Weiterentwicklung des Systems waren TX Logistik zufolge die Markterfahrungen aus dem Praxiseinsatz der Vorgängerversionen sowie ein enger Austausch sowohl mit Fahrzugherstellern als auch mit Waggonentwicklern. Wesentliches Merkmal von „NiKRASA 3.0“ ist demnach der Verzicht auf die Terminalrampe, die bei den Vorgängerversionen zusätzlich zum Verladegestell für den Umschlag benötigt wurde. Beide Komponenten sind laut dem Hersteller nun in einer Plattform verschmolzen. Auf diese Weise könne das Verladegestell ohne Vorbereitung an jeder Position im Terminal umgeschlagen werden, so der Anbieter. Bei den Handlingzeiten gäbe es ebenfalls keinen zeitlichen Mehraufwand mehr gegenüber einem kranbaren Trailer.

Durch die Nutzung neuartiger Fertigungstechniken liegt das Eigengewicht der Neukonstruktion nach Herstellerangaben weiterhin deutlich unter drei Tonnen. Zudem wurde laut TX Logistik bei der Entwicklung darauf geachtet, eine möglichst große Bandbreite an Fahrzeugen verladen zu können. Neben klassischen Sattelaufliegern, Silos und Trailern mit festem Aufbau lassen sich demnach so auch Megatrailer sowie Trailer ohne Aufbau und Containerchassis (sogar inklusive Container) verladen. Verbleibe das neue Verladegestell leer im Wagen, könnten Wechselbrücken und Container trotzdem wie gewohnt verladen werden, ohne dass die Systeme sich stören, heißt es.

Die Kompatibilität des NiKRASA-Systems mit den Taschenwagen verschiedener Hersteller sei nochmals erweitert worden. So kann die neue Generation den Angaben zufolge beispielsweise in den „T3000“, „T5“ (Einzeltasche) und in die Waggons der zweiten Generation des Unternehmens Kolowag verladen werden.

Nach erstmaliger Vorstellung auf der Fachmesse InnoTrans in Berlin plane TX Logistik nun die europaweite Markteinführung der NiKRASA-Version 3.0, die in Zusammenarbeit mit der Wecon GmbH, Spezialist für maßgefertigte KV-Lösungen, entwickelt wurde. Wie bei den Vorgängermodellen werde auch die neue Generation für den Markt frei zugänglich sein, so die Mitteilung.

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