Kombinierter Verkehr: Intermodal von Neuss bis Budapest

Mit den wöchentlich sechs intermodalen Rundläufen zwischen Neuss und Ungarn wollen ÖBB RCG und Kombiverkehr rund 17.000 Lkw-Fahrten pro Jahr vermeiden.

Im Verkehr zwischen Neuss und Budapest bieten die ÖBB Rail Cargo und die Kombiverkehr KG Spediteuren und Logistikunternehmen ab sofort sechs wöchentliche Rundläufe im klimafreundlichen Intermodal-Verkehr an. (Foto: ÖBB Rail Cargo)
Im Verkehr zwischen Neuss und Budapest bieten die ÖBB Rail Cargo und die Kombiverkehr KG Spediteuren und Logistikunternehmen ab sofort sechs wöchentliche Rundläufe im klimafreundlichen Intermodal-Verkehr an. (Foto: ÖBB Rail Cargo)
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

Die Kombiverkehr KG und die ÖBB Rail Cargo Group haben ihre Verbindungen zwischen Budapest und Neuss mit wöchentlich sechs Rundläufen ausgebaut. Mit der Erweiterung auf sechs Rundläufe pro Woche zwischen der ungarischen Hauptstadt Budapest und Neuss können Unternehmen jetzt an sechs Werktagen die beiden wichtigen Wirtschaftszentren in Europa auf der Schiene erreichen. Das besagt eine Pressemitteilung vom Jubi.

Bei zu drei in Partnerschaft von Kombiverkehr und Rail Cargo Operator betriebenen Verbindungen werden demnach in beiden Richtungen auch die Terminals in Wels und Wien Süd angebunden. Die weiteren drei Verbindungen werden laut ÖBB direkt und ohne Zwischenstopp von der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) von Budapest nach Neuss und zurück betrieben. Insgesamt könnten damit rund 180 Ladeeinheiten pro Woche und Richtung klimafreundlich auf der Schiene transportiert und rund 17.000 Lkw-Fahrten pro Jahr vermieden werden, hieß es.

Die beiden Verbindungen Budapest–Wien–Wels–Neuss und umgekehrt und Budapest–Neuss und umgekehrt sind entscheidende Korridor-Verbindungen im Intermodalnetzwerk der beiden Partner, auch im Hinblick auf eintreffende und weitergehende Sendungen an den Versand- und Zielterminals.

Alexander Ochs, Geschäftsführer von Kombiverkehr:

„Das Terminal Neuss Trimodal ist aufgrund seiner Lage direkt am Rhein für unsere Kunden aus Spedition und Logistik nicht nur ein wichtiger lokaler – sowohl straßen- als auch wasserseitiger – Zugangspunkt zu unserem weitreichenden Intermodal-Netzwerk. Mit Gatewayanschlüssen von und zu verschiedenen Hafenteilen in Rotterdam bieten wir zudem beste Voraussetzungen für die Abwicklung von besonders langen Transportstrecken mit Übergängen auch zu den Deep-Sea- und Short-Sea-Angeboten einer Vielzahl an Reedereien.“

Von Budapest aus ist die Erschließung des südosteuropäischen Raums unter anderem mit der täglichen Verbindung in die Türkei möglich. Außerdem wird über den Hub in Budapest, dreimal pro Woche China über die Neue Seidenstraße angebunden. Zusätzlich bieten die Haltepunkte Wels und Wien Süd weitere Möglichkeiten der Vernetzung zu den jeweiligen Wirtschaftsräumen und deren Anbindungen an internationale Transportnetzwerke. Bernhard Ebner, Leiter der ÖBB RCG Business Unit Intermodal:

„Mit der direkten Anbindung an unseren größten Terminal BILK in Budapest bieten wir nicht nur umfassende Terminalleistungen, sondern auch die effiziente Weiterverteilung in unserem flächendeckenden Netzwerk am gesamten eurasischen Kontinent.“

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