KI-Phone: App-freie Smartphones - Telekom stellt Prototypen vor

(dpa) Wer ein Smartphone nutzt, wechselt häufig von einer App zur nächsten. Schluss damit, heißt es nun von der Telekom: Sie hat zwei Smartphones mitentwickelt, bei der Apps verschwunden sind.

Barcelona: Jerry Yue, Gründer und Chef des US-Technologieunternehmens Brain Technologies, steht beim Mobile World Congress (MWC) auf einer Bühne und präsentiert einen Prototypen eines Künstliche-Intelligenz-Smartphones der Deutschen Telekom. Auf der Leinwand hinter ihm sieht man Geschenkvorschläge, welche die KI Yue auf dem Handydisplay gemacht hat. Apps nutzt er nicht mehr, die Steuerung der KI erfolgt über Sprachbefehle. (Foto: Wolf von Dewitz/dpa )
Barcelona: Jerry Yue, Gründer und Chef des US-Technologieunternehmens Brain Technologies, steht beim Mobile World Congress (MWC) auf einer Bühne und präsentiert einen Prototypen eines Künstliche-Intelligenz-Smartphones der Deutschen Telekom. Auf der Leinwand hinter ihm sieht man Geschenkvorschläge, welche die KI Yue auf dem Handydisplay gemacht hat. Apps nutzt er nicht mehr, die Steuerung der KI erfolgt über Sprachbefehle. (Foto: Wolf von Dewitz/dpa )
Matthias Pieringer

Die Deutsche Telekom hat zusammen mit zwei Partnerfirmen das Konzept eines neuartigen Smartphones vorgestellt, bei denen der Nutzer keine Apps mehr sieht. Stattdessen agiert er beim „KI-Phone“ über Sprachbefehle mit einer Künstlichen Intelligenz (KI), die für ihn Informationen aus dem Internet sammelt und sie auf dem Display anzeigt, etwa Flugbuchungen oder Geschenkvorschläge.

„Die Zukunft wird frei von Apps sein“, sagte der Gründer und Chef von Brain Technologies, Jerry Yue, am Montag bei der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress (MWC) in Barcelona.  Von dem US-Technologieunternehmen kommt die KI des Smartphones, das als cloudbasierte Version entwickelt wird und als ein Modell, das auch offline funktioniert. Bei dem Vorhaben macht auch der Chiphersteller Qualcomm mit.

Ob eines der KI-Phones jemals auf den Markt kommt, ist noch offen. Der Amerikaner Yue geht fest davon aus. Bei der Cloud-Version greift die Telekom auf ihr bereits existierendes Mittelklasse-Gerät „T-Phone“ zurück, das mit dem Google-Betriebssystem Android läuft.

Das Smartphone selbst ist also nichts Besonderes - was damit gemacht wird, sehr wohl: der Einsatz von KI, um die Sicht auf Apps überflüssig zu machen. Aus Sicht von Branchenexperten könnte das Projekt am Anfang eines Trends stehen, bei dem Apps an Einfluss verlieren und die Smartphone-Nutzung sich radikal ändert.