KEP: Wenn Drohnen auf Drachen treffen

Deutscher Hängegleiterverband sieht Gefahr durch DHL-Drohnenprojekt.
Würden sich Drohne und Sportflieger in der Luft begegnen - wie hier bei der WM 2015 in Kolumbien - wäre das eine Gefahr für die Flieger, sagt der DHV. (Archivbild: DHV/Harry Buntz)
Würden sich Drohne und Sportflieger in der Luft begegnen - wie hier bei der WM 2015 in Kolumbien - wäre das eine Gefahr für die Flieger, sagt der DHV. (Archivbild: DHV/Harry Buntz)

Das Drohnenprojekt von Deutsche Post DHL in Reit im Winkl (LOGISTIK HEUTE berichtete) hat wieder für Unmut gesorgt: Dieses Mal kam die Beschwerde allerdings nicht wie zuletzt vom Boden, sondern eher aus der Luft. Laut dem Spiegel beschwerte sich nämlich der Deutsche Hängegleiterverband (DHV) mit Sitz in Gmund am Tegernsee beim Bundesverkehrsministerium über die Drohnentestflüge zur Winklmoosalm. Er vertritt die Interessen der 35.000 Gleitschirm- und Drachenflieger und war nach Spiegel-Angaben nicht über die Drohnenflüge informiert und das "in der von ihnen am meisten genutzten Region um den Hochfelln", schreibt das Magazin.

Kameras reichen nicht

Man wünsche künftig eine Beteiligung, wird Björn Klaassen vom DHV zitiert. Klaassen sehe das Pilotprojekt des KEP-Dienstleisters "mit großer Sorge", da sich beide - Drohnen und Sportflieger - in geringer Höhe treffen könnten. Die Kameras an den Drohnen würden nicht ausreichen, heißt es im Spiegel weiter.

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