KEP: Neue Bestmarken für GO! Express & Logistics

2019 erreicht der KEP-Dienstleister mehr als 330 Millionen Euro Umsatz.

Mit mehr als 330 Millionen Euro Umsatz und über 7,5 Millionen Sendungen im Jahr 2019 erreichte Go! eigenen Angaben zufolge eine neue Bestmarke. (Foto: GO! Express & Logistics)
Mit mehr als 330 Millionen Euro Umsatz und über 7,5 Millionen Sendungen im Jahr 2019 erreichte Go! eigenen Angaben zufolge eine neue Bestmarke. (Foto: GO! Express & Logistics)
Melanie Endres

„Alles außer_gewöhnlich“. Das ist nicht nur der neue Claim des mittlerweile 35 Jahre im Markt präsenten Unternehmens GO!, sondern er bringt auch die Bilanz für 2019 auf den Punkt. Wie der KEP-Dienstleister kürzlich vermeldete, hat das Unternehmen im Jahr 2019 mit einem Umsatz von mehr als 330 Millionen Euro knapp neun Prozent zugelegt (2018: 320 Millionen Euro Umsatz). Der Durchschnitt des deutschen KEP-Marktes liegt laut BIEK bei einem Anstieg des Umsatzes von 3,8 Prozent. Damit kam GO! im gleichen Zeitraum auf mehr als das Doppelte gegenüber dem Marktwachstum, so die Pressemitteilung. Den Angaben zufolge hat GO! im Jahr 2019  mehr als 7,5 Millionen Sendungen umgeschlagen. Pharmaindustrie, Medizintechnik, Hightech und Hochverfügbarkeits-Logistik sind vorrangig die Branchen, in denen GO! für 2020 weiterhin steigendes Sendungsvolumen erwartet.

Das Erfolgsrezept

„Geringste Verlust- und Schadensquoten bei einer überdurchschnittlich hohen Zustellquote“ sind GO! zufolge das Erfolgsrezept zum Qualitätsführer im KEP-Markt. Die Zustellquote liegt nach Unternehmensangaben bei 99,41 Prozent innerhalb der Soll-Zustellzeit und die Schadensquote bei unter 0,02 Prozent. Eine Position, die durch weitsichtige Investitionen abgesichert wird, heißt es.

Das war 2019

So wurde 2019 beispielsweise eines der GO!-Rechenzentren modernisiert. Anstelle der bisher heterogenen IT-Landschaft tritt laut GO! eine homogene Lösung. Darüber hinaus erhöhte GO! 2019 die Stationskapazitäten in Deutschland und Österreich und erweiterte auch die Umschlagkapazitäten am österreichischen Standort. Die neuen Räumlichkeiten sollen aber nicht nur mehr Platz für den Umschlag bieten, sondern auch die Netzwerkan- und Tourenverbindung verbessern.

Das wird 2020

2020 wird GO! eigenen Angaben zufolge einen Mix aus bereits fest geplanten und optional-situativen Investitionen verfolgen. Zu Ersteren zählen laut Mitteilung weitere Prozessoptimierungen, um das steigende Verkehrsaufkommen zu kompensieren. Helfen soll dabei ein bedarfsgerechter, routenoptimierter Ausbau des Liniennetzes und der zunehmende Einsatz und Test von E-Mobility-Lösungen im Rahmen einer weiter modernisierten Flotte. Zudem werden die Sendungsströme bestimmen, in welchem Ausmaß das Stationsnetzwerk mit den Regio-Hubs ausgebaut werden muss.

Der Faktor Mensch

Ein weiteres Thema ist der Faktor Mensch, so GO!. Die Kosten im gesamten Personalbereich haben sich nach Unternehmensangaben erhöht. Das spiegelt sich nicht nur in leistungsgerechter Bezahlung wider, sondern auch in zusätzlichen Aufwänden. Hierzu zählen zum Beispiel Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, die sich regional unterscheiden (wie eine ausgeglichene Work-Life-Balance, Unterstützung von Gesundheitskursen, finanziellen Zuschüssen, Förderung der beruflichen Weiterbildung) und eine erhöhte Aufwendung bei der Mitarbeiterrekrutierung angesichts des Fachkräftemangels.

Test mit erhöhten Sendungsvolumen

Um das Sendungsaufkommen an Weihnachten und Silvester termingerecht zuzustellen, wurde 2019 erstmals auch in den Regio-Hubs von GO! der Betrieb zwischen den Jahren aufrechterhalten, so die Angaben. Letzter Sendungs-Peak war demnach mit Blick auf Silvester zu verzeichnen; allein für die Silvesternacht wurden den Angaben zufolge rund 435 Tonnen Feuerwerksartikel im GO! System umgeschlagen. Davon wurden laut GO! rund 160 Tonnen über Direktverkehre abgebildet.

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