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KEP: Kunden wollen für passgenauen Service zahlen

Laut einer aktuellen Studie stehen Wunschzeitfenster- und Haustürlieferung bei Empfängern hoch im Kurs.

Für individuelle Zustellfenster würden Paketempfänger einen Aufpreis zahlen. (Symbolbild: Kadmy/Fotolia)
Für individuelle Zustellfenster würden Paketempfänger einen Aufpreis zahlen. (Symbolbild: Kadmy/Fotolia)
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Sandra Lehmann
(erschienen bei LOGISTRA von Tobias Schweikl)

Eine aktuelle Studie im Rahmen des Förderprojekts Smile (Smart Last-Mile Logistik) liefert Einblicke in die Wünsche privater Paketempfänger in puncto Zustellszenarien und ihre Bereitschaft, hierfür zu zahlen. Demnach fordern Konsumenten einen flexiblen und passgenauen Service, für den sie gegebenenfalls auch einen Aufpreis zahlen würden.

Lieferung zum Wunschzeitpunkt

Für die Lieferung innerhalb kundenindividueller Wunschzeitfenster etwa würden der Studie zufolge 71 Prozent der Befragten höhere Versandkosten akzeptieren. Bei einer wichtigen Sendung ließen sich 60 Prozent der Empfänger ein Wunschzeitfenster von maximal zwei Stunden sogar 1,99 Euro kosten. Über alle Befragten, die einen Preisaufschlag akzeptieren, ergibt sich der Studie zufolge eine durchschnittliche Zahlungsbereitschaft von etwa 79 Cent pro Sendung.

Alternativen zur Haustürlieferung werden wichtiger

Die klassische Lieferung an den Wohnsitz wird von fast 90 Prozent der Befragten genutzt. 80 Prozent wollen daran auch in Zukunft festhalten. Auf Platz zwei folgt die Lieferung an einen Nachbarn mit gleichwertiger Relevanz für die Zukunft. Die alternativen Zustellmöglichkeiten, denen die Befragten in den kommenden Jahren ein größeres Potenzial zutrauen, sind DHL-Packstationen, dienstleisterneutrale Paketannahmestellen und vor allem die Annahmen am Arbeitsplatz. Neben Packstationen im öffentlichen Raum messen die Umfrageteilnehmer der dienstleisterneutralen Paketbox am Wohnsitz zukünftig das größte Wachstumspotenzial bei. Während zurzeit nur rund zwei Prozent der Befragten eine solche besitzen, sprechen sich mit fast 40 Prozent vergleichsweise viele Studienteilnehmer dafür aus.

Deutschlandweite Erhebung

Die quantitative Erhebung zur Paketzustellung auf der letzten Meile führte GS1 Germany zusammen mit Goodstag, dem Hasso-Plattner-Institut, Pickshare und der Universität Leipzig im vierten Quartal 2018 durch. Deutschlandweit haben insgesamt 318 Personen an der Studie teilgenommen.

Smile ist ein Leuchtturmprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Ziel ist es, neue Anwendungsbereiche für digitale Dienste und Plattformen zu erforschen.

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