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KEP: Hermes testet Elektro-Trike in Göttingen

Fahrzeug darf auch in die verkehrsberuhigte Innenstadt.
E-Roller mit großer Klappe: Das elektrisch angetriebene „Tripl“ des dänischen Herstellers EWII fasst bis zu 750 Liter Volumen im Laderaum. (Foto: Hermes)
E-Roller mit großer Klappe: Das elektrisch angetriebene „Tripl“ des dänischen Herstellers EWII fasst bis zu 750 Liter Volumen im Laderaum. (Foto: Hermes)
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Redaktion (allg.)

Elektrisch angetriebene Trikes sollen dem Hamburger Paketdienstleister Hermes Germany GmbH die Zustellung in der zufahrtsbeschränkten Innenstadt von Göttingen erleichtern. Bereits seit Anfang Mai testet das Unternehmen nach eigenen Angaben zusammen mit der dänischen Firma EWII die Paketzustellung mit dem „Tripl“, einem elektrisch angetriebenen Trike.

„Wir nutzen das Tripl für die Zustellung von kleinen Päckchen und Tütensendungen im Göttinger Innenstadtbereich. Vor allem die deutlich leichtere Parkplatzsuche, die Wendigkeit und die vergleichsweise hohe Reichweite machen das Fahrzeug für uns interessant“, schildert Dennis Isern, Manager Last Mile von Hermes Germany, den Einsatz. Zudem könne man mit dem E-Trike auch Straßen und Wege befahren, die für konventionelle Transporter gesperrt sind. Dadurch werde die Zustellung speziell in der Altstadt beschleunigt und vereinfacht. Der Test ist zunächst bis Ende August 2017 angesetzt.

Das Gefährt transportiert laut Hermes mit einem Ladevolumen von 750 Litern je nach Größe eine Paketmenge von 40 bis 60 Sendungen. Durch die Reichweite von bis zu 100 Kilometern pro Batterieladung könne aus der citynahen Zustellbasis in Göttingen an zwei kompletten Tagen ohne erneutes Aufladen der Batterien zugestellt werden. Einen weiteren Vorteil sieht der Paketdienstleister darin, dass das Laden des Elektromobils über normale Haushaltssteckdosen erfolgen könne. Spezielle Ladestationen seien nicht erforderlich. „Göttingen als grüne Studentenstadt eignet sich besonders gut für umfangreiche Tests mit alternativen Zustellkonzepten, da schon heute die Innenstadt nur in bestimmten Zeitfenstern mit herkömmlichen Fahrzeugen befahrbar ist“, skizziert Dennis Isern. Eine Zustellung mit alternativen Fahrzeugsystemen wie E-Scootern oder Lastenrädern könne hier eine umwelt- und gleichzeitig kundenfreundliche Lösung sein, befindet der Manager.

Der Paketdienstleister erprobt bundesweit alternative Zustellkonzepte, vor allem im innerstädtischen Lieferverkehr. So kommen im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit Mercedes-Benz Vans ab 2018 sukzessive 1.500 Elektrotransporter in der Paketzustellung zum Einsatz. Bis 2025 will der Anbieter die Paketzustellung dann in den Innenstadtbereichen aller deutschen Großstädte emissionsfrei erledigen. In einem weiteren relativ jungen Projekt werden in Hamburg sechs Elektro-Transporter des E-Mobility-Spezialisten Emovum im Innenstadtbereich eingesetzt. In Stuttgart war der Logistiker seit Frühjahr 2016 mit dem elektrisch angetriebenen Sechstonner „Canter E-Cell“ der zum Daimler-Konzern gehörenden Marke Fuso im Betrieb. (jr/ld)

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